HSV: Wer schießt künftig die Tore?

Viele Spekulationen rund um die Suche nach einem Torjäger

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 11.07.20 | 08:17
Lukas Hinterseer

Neun Tore in seinem ersten Jahr beim HSV: Lukas Hinterseer. © imago images / Jan Hübner

Fünf Tage ist Daniel Thioune mittlerweile als Trainer des Hamburger SV im Amt. Und man darf getrost davon ausgehen, dass der vom VfL Osnabrück losgeeiste Fußball-Lehrer derzeit sehr viel Zeit damit verbringt, sich mit Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel über den Kader für die neue Saison auszutauschen. Baustellen gibt es dabei vor dem dritten Zweitliga-Jahr in Folge zur Genüge.

Eine der größten ist sicherlich der Angriff. Mit Joel Pohjanpalo hat sich in den vergangenen Monaten mit neun Rückrundentreffern zwar ein verlässlicher Torschütze gefunden, doch der von Bayer Leverkusen nur ausgeliehene Finne ist nicht zu halten. Weil Bobby Wood wohl weiterhin keine Rolle spielt und nach Möglichkeit ein Jahr vor Vertragsende gehen soll, bleibt aus dem bisherigen Aufgebot nur Lukas Hinterseer übrig. Der Österreicher erzielte zwar auch neun Saisontore, spielte hinter Pohjanpalo aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Sich alleine auf den 29-Jährigen, der letztmals im Februar getroffen hat, zu verlassen, wäre fraglos ein Risiko, das die HSV-Verantwortlichen kaum eingehen werden.

Als Alternative wäre noch Manuel Wintzheimer vorhanden, der in der abgelaufenen Saison an den VfL Bochum verliehen war und es in 21 Spielen auf drei Toren sowie zwei Vorlagen brachte. Gerade am Ende der Saison konnte sich Wintzheimer in Bochum einen Stammplatz erarbeiten. Der VfL würde den 21-Jährigen nun gerne halten, doch angesichts eines bis 2022 laufenden Vertrages hat der HSV das letzte Wort.

Weydandt-Entscheidung naht

Inwieweit Wintzheimer eingeplant wird, dürfte auch davon abhängen, welcher gestandene Stürmer sich an Land ziehen lässt. Gehandelt werden in den vergangenen Tagen mehrere Angreifer, doch richtig heiß scheint bislang keine Spur zu sein. Während Simon Terodde (1. FC Köln) als zu teuer gilt, soll das kolportierte Interesse an Christian Gytkjaer (Lech Posen) und Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) laut der Morgenpost nicht oder allenfalls bedingt vorhanden sein.

Gehandelt wird gerüchteweise auch Moussa Konaté, der vergangene Saison für den französischen Erstliga-Absteiger SC Amiens in zwölf Einsätzen zwei Mal getroffen hat. Bislang gibt es aber auch beim 27 Jahre alten Senegalesen keine Anzeichen für ein konkretes HSV-Interesse.

Das scheint bei Hendrik Weydandt durchaus vorhanden. Dessen Frist, das vorliegende Vertragsangebot von Hannover 96 anzunehmen, soll laut Bild nun bis Sonntag verlängert worden sein. Eine Entscheidung gegen Hannover wäre aber noch lange nicht gleichbedeutend mit einem Wechsel zum HSV. Denn auch Arminia Bielefeld soll den Angreifer auf dem Zettel haben und könnte anders als der HSV mit der Bundesliga locken.