HSV: Zwei Talente im Wartestand

Jonas David und Xavier Amaechi als Kandidaten für eine Ausleihe

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 12.11.2020 | 07:07
Jonas David gegen Dynamo Dresden.

Nach 90 Minuten im DFB-Pokal durfte Jonas David in der Liga nur eine Minute ran. ©imago images/Jan Huebner

Das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Dynamo Dresden (1:4) einmal ausgeklammert, kann man beim Hamburger SV mit der bisherigen Zwischenbilanz voll zufrieden sein. Zwar reichte es zuletzt im Derby gegen den FC St. Pauli (2:2) und bei Holstein Kiel (1:1) jeweils nur zu einem Unentschieden, doch weil zuvor die ersten fünf Partien allesamt gewonnen wurden, stehen die Tabellenführung und ein Vorsprung von fünf Punkten auf Relegationsplatz drei zu Buche.

Insgesamt kann ein erstes Fazit beim HSV also positiv ausfallen. Das freilich trifft nicht auf alle Akteure im Kader der Rothosen zu. Etwa nicht auf Lukas Hinterseer, der sich in der aktuellen Stürmerhierarchie nicht nur hinter Neuzugang Simon Terodde, sondern auch hinter Manuel Wintzheimer und sogar dem lange abgeschriebenen Bobby Wood einsortieren muss. Der Österreicher, dessen Vertrag ausläuft und kaum verlängert wird, dürfte sich dementsprechend Gedanken über einen Abschied schon im Winter machen.

Amaechi trifft nur in der zweiten Mannschaft

Bislang noch nicht wie erhofft zum Zug gekommen sind auch die Talente Jonas David und Xavier Amaechi. Mit Innenverteidiger David, der vergangene Saison auf Leihbasis bei den Würzburger Kickers sein Potential bis zu einer verletzungsbedingten Zwangspause zumindest in der 3. Liga schon gezeigt hat, plant der HSV laut Bild Gespräche im Dezember. Kommt der 20-Jährige bis dahin weiter nicht zum Einsatz, was aufgrund der großen Konkurrenz in der Defensive nicht überraschend würde, ist eine erneute Ausleihe wahrscheinlich.

Das gilt auch für den 19-jährigen Amaechi, der zwar in zwei Einsätzen in der Regionalliga-Mannschaft zwei Mal getroffen hat, bei den Profis bei nur einer Einwechslung aber unverändert weit vom Durchbruch entfernt ist. Für den Engländer, für den im Sommer 2019 stolze 2,5 Millionen Euro Ablöse an den FC Arsenal flossen, wäre regelmäßige Spielpraxis auf einigermaßen hohem Niveau enorm wichtig. Gut möglich, dass sich der noch bis 2023 gebundene Offensivmann im Winter vorübergehend aus Hamburg verabschiedet.