Jahn Regensburg: Albers vom Joker zum Knipser

Stürmer setzt sich in der Startelf fest

Andreas Albers von Jahn Regensburg

Andreas Albers beweist sich auch gegen starke Abwehrreihen. ©imago images/Eibner

Als Marco Grüttner in der Länderspielpause seinen Abschied aus Regensburg zum Saisonende verkündete, schrillten beim Jahn die Alarmglocken. Wer soll in Zukunft die Tore schießen für den SSV? Die Antwort scheinen die Regensburger schon im eigenen Haus zu haben: Andreas Albers.

Während für viele verständlicherweise Verteidiger Tim Knipping mit seinem Tor im ersten Startelfeinsatz nach langer Verletzung der Mann des Tages war, ist der Stürmer vielleicht der Mann der letzten Wochen.

Mehr Effektivität mit Albers

Sein fünftes Saisontor, das der kantige Stürmer auf artistische Weise mit einem Seitfallzieher erzielte, war der dritte Scorer-Punkt in den letzten drei Spielen, wobei Albers erst seit vier Partien von Beginn an ran darf. Einer Vorlage gegen Osnabrück folgten ein Treffer gegen Darmstadt und eben das 2:1 gegen Heidenheim – allesamt Teams mit stabilen Defensivreihen.

Der Däne erfüllt die in ihn gesetzten Hoffnungen immer mehr. Leise Zweifel ob der zuvor vornehmlich in Dänemarks zweiter Liga erfolgreiche Rechtsfuß es in der 2. Bundesliga auch schaffen würde, sind inzwischen verflogen.

In den ersten Monaten der Saison war der 29-Jährige ein reiner Joker, dabei auch sehr erfolgreich mit drei Toren und einer Vorlage. Seit sich Trainer Mersad Selimbegovic aber entschlossen hat, neben Marco Grüttner im Sturm statt einem der beweglicheren Angreifer wie Erik Wekesser oder Jan-Marc Schneider auf den großen Albers zu setzen, ist die Effektivität der Regensburger deutlich gestiegen.

Acht Tore schossen die Donaustädter in den letzten drei Partien, erwiesen sich dabei auch gegen Heidenheim einmal mehr als Meister der Schlussminuten. So robbt sich der Jahn auf Rang fünf vor und kann sich angesichts von sechs Spielen am Stück ohne Niederlage bis Weihnachten durchaus mehr ausrechnen. Auf dem Weg dorthin wartet nun erst einmal der KSC und damit die zweitschwächste Abwehr der Liga.