Jahn Regensburg: Die Flügelzange beißt noch nicht

Bislang überzeugt nur Sebastian Stolze durchgehend

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.20 | 07:52
Jann George

Jann George (r.) fehlte gegen Kiel wegen muskulären Problemen. © imago images / foto2press

Im Januar von der zweiten Mannschaft Borussia Mönchengladbachs und mit der Empfehlung von zwölf Treffern in 15 Regionalliga-Spielen gekommen, reichte es für Charalampos Makridis vor der Corona-Pause nur zu einem Kurzeinsatz im Trikot von Jahn Regensburg. Durchaus überraschend erhielt der 23-Jährige dann aber beim Re-Start gegen Holstein Kiel (2:2) das Startelfmandat, war aber schon längst nicht mehr auf dem Platz, als die Kollegen nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt retteten.

Wirklich nutzen konnte der nach 59 Minuten und kurz nach dem zweiten Kieler Treffer ausgewechselte Deutsch-Grieche seine erste echte Chance, sich in der 2. Bundesliga zu zeigen, nicht. Damit freilich ist Makridis unter den Regensburger Flügelspielern nicht alleine. Abgesehen von Sebastian Stolze, dem mit fünf Toren und sieben Vorlagen besten Scorer, konnte in dieser Saison kein zweiter Akteur auf den offensiven Außenbahnen über einen längeren Zeitraum hinweg überzeugen.

Wekesser in Sandhausen erste Wahl?

Jann George weist mit vier Toren und vier Vorlagen zwar eine ordentliche Quote auf, agiert aber wechselhaft und ist in zu vielen Spielen annähernd wirkungslos. Gegen Kiel fehlte der 27-Jährige überdies wegen muskulären Problemen im Kader, ebenso wie der im Winter vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehene Aaron Seydel, der in seinen fünf Einsätzen im Januar und Februar noch nicht den Beweis erbringen konnte, eine Verstärkung zu sein.

Letzteres gilt auch für Federico Palacios, der seit November nur einmal ran durfte sowie die jeweils aus der Regionalliga gekommenen Florian Heister und Nicolas Wähling. Julian Derstroff hat es unterdessen in zwei Jahren in Regensburg nicht geschafft, sich in die Nähe der Stammelf zu spielen.

Bleibt noch Erik Wekesser, der auch eine Alternative für den Angriff darstellt, bei seinen Einsätzen als Außenstürmer aber zumindest positive Ansätze gezeigt hat. Gegen Kiel begann der 22-Jährige als Sturmpartner von Marco Grüttner, rückte dann aber nach der Einwecshslung von Andreas Albers für Makridis nach Außen. Gut möglich, dass Trainer Mersad Selimbegovic diese Variante am Samstag im Spiel beim SV Sandhausen von Anfang an wählt.