Jahn Regensburg: Ein Fehlstart droht

Dicke Brocken in den ersten Heimspielen

Marco Grüttner

Vor allem in der heimischen Continental-Arena wartet ein hartes Auftaktprogramm auf Marco Grüttner und Co. © imago images / pmk

Auch bei Jahn Regensburg wurde die Vorstellung des Spielplans für die neue Saison mit einiger Spannung erwartet. Als die DFL am Freitagmittag um 12 Uhr dann den Vorhang lüftete, dürfte der eine oder andere in Regensburg erst einmal durchgeatmet haben. Denn zum Start in die dritte Zweitliga-Saison in Folge erwartet den Jahn ein happiges Programm.

Die Befürchtungen nicht weniger Jahn-Fans, dass nach zahlreichen Abgängen und dem Verlust von Trainer Achim Beierlorzer eine ganz schwere Spielzeit bevorsteht, dürfte durch den Spielplan nicht geringer geworden sein. Denn nüchtern betrachtet droht der Mannschaft von Beierlorzer-Nachfolger Mersad Selimbegovic ein Fehlstart.

Am fünften Spieltag in Wiesbaden schon unter Druck?

Schon am ersten Spieltag wartet mit dem Heimspiel gegen den durchaus ambitionierten VfL Bochum keine einfache Aufgabe. Danach stehen bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 und bei Greuther Fürth sowie dazwischen im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken gleich drei Auswärtsspiele in Folge an, ehe mit Arminia Bielefeld das beste Zweitliga-Team im Jahr 2019 anreist.

Bei Aufsteiger Wehen Wiesbaden könnte der Jahn dann schon unter Druck stehen, zumal es danach im eigenen Stadion gegen den VfB Stuttgart geht. Anschließend steht das Gastspiel bei Dynamo Dresden an und damit beim Angstgegner der jüngeren Vergangenheit. Denn gegen die SGD ist Regensburg seit zehn Duellen sieglos und verbuchte dabei lediglich drei von 30 möglichen Punkten.

Komplettiert wird der Hammerstart schließlich durch das Heimspiel gegen den HSV. Mit Hannover, Stuttgart und Hamburg trifft der Jahn somit an den ersten acht Spieltagen gleich auf drei der vier Top-Favoriten. Lediglich der 1. FC Nürnberg, zu dem es am elften Spieltag geht, lässt von den ganz großen Klubs ein wenig länger auf sich warten.

Ein ähnlicher Start wie in der zurückliegenden Saison, als der Jahn nach acht Runden schon 13 Punkte auf dem Konto hatte, wäre diesmal definitiv eine dicke Überraschung. Realistischerweise muss man sich in Regensburg aber eher darauf einstellen, sich zum Herbstbeginn erst einmal in der unteren Tabellenhälfte wiederzufinden.