Jahn Regensburg: Offener Brief der Mannschaft

Gehaltsverzicht und Spenden

Marco Grüttner jubelt beim SSV Jahn Regensburg

Marco Grüttner und Co. zeigen gesellschaftliches Engagement. ©Imago images/Sascha Janne

Corona stellt die Zweitligisten weiterhin vor enorme Herausforderungen, die nicht nur die Kicker selbst oder die Verantwortlichen sondern den gesamten Verein samt seiner Mitarbeiter betreffen.

Genau um diese geht es jetzt auch in einem am heutigen Donnerstag veröffentlichten offenen Brief der Mannschaft des SSV Jahn Regensburg. „Wenn irgend möglich soll kein Jahn Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen und kein Arbeitsplatz wegfallen müssen“, heißt es auf der Vereinshomepage seitens des Teams.

Dazu beitragen möchten Grüttner und Co. mit einem Gehaltsverzicht, der ab dem laufenden Monat gilt. Das gleiche gilt für etwaige Prämien. Weiterhin teilt die Mannschaft mit, sie wäre „in Abhängigkeit von weiteren Entwicklungen natürlich auch dazu bereit, auf noch höhere Beträge zu verzichten, als dies im ersten Schritt der Fall ist“.

Spenden für Bau des Jahnturms

Das soll nicht nur dem Verein signalisieren, dass sich auch die Mannschaft mit dem Jahn solidarisiert, sondern auch dem Umfeld, wobei „Fans und Sponsoren“ genannt werden, welche auf die Rückerstattung von Leistungen verzichten würden. „Dafür sind wir als Mannschaft allen sehr dankbar.“

Es ist als ein durchaus starkes Zeichen zu werten, das die Spieler mit ihren Zeilen setzen, zumal das Engagement noch weitergeht. So spendet das Team für wohltätige Zwecke sowie 3.000€ für den Bau des Jahnturms, der gerade neu errichtet wird.

Jahrzehntelang stand dieser im alten Stadion wie ein Fels in der Brandung, erlebte die Geschichte des SSV hautnah mit und wurde für die Fans über die Jahre weit mehr als nur eine Anzeigetafel. Der neue Jahnturm solle nun ein „Ort der Begegnung werden“ – was in Zeiten nach Corona wahrscheinlich wichtiger denn je sein wird.