Jahn Regensburg: Starker Start dank Meyer und Vrenezi

"Nur eine Momentaufnahme" für Mersad Selimbegovic

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 24.10.20 | 07:45
Alexander Meyer

Blieb in drei von fünf Saisonspielen ohne Gegentor: Alexander Meyer. © imago images / Rust

Daran, vor der Saison als Abstiegskandidat eingestuft zu werden, hat man sich bei Jahn Regensburg bereits in den vergangenen Jahren gewöhnen können, um dann seit dem Zweitliga-Aufstieg 2017 stets positiv zu überraschen. Auch im vierten Jahr in Folge im Unterhaus schicken sich die Oberpfälzer nun offenkundig wieder an, sämtliche skeptischen Prognosen zu widerlegen.

„ Nach fünf Spielen schaue ich noch nicht auf die Tabelle. ”
Mersad Selimbegovic

Mit dem gestrigen 3:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig kletterte der Jahn zumindest vorübergebend auf den dritten Platz und weist nach fünf ungeschlagenen Partien beachtliche neun Punkte auf. „Das ist nur eine Momentaufnahme. Nach fünf Spielen schaue ich noch nicht auf die Tabelle“, will Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic gegenüber der Mittelbayerischen zwar den positiven Start nicht überbewerten, dürfte damit nicht zuletzt nach einer nicht optimal verlaufenen Vorbereitung aber natürlich hochzufrieden sein.

Vrenezi an allen Toren direkt beteiligt

Nach dem Sieg gegen Braunschweig wartete Selimbegovic mit einem Sonderlob für zwei seiner Akteure auf, die in der Tat großen Anteil sowohl am Erfolg gegen den Aufsteiger als auch an der bisher guten Punktausbeute haben. Zum einen war es Torhüter Alexander Meyer zu verdanken, dass es nach der frühen Führung durch Albion Vrenezi in der fünften Minute nicht mit einem Unentschieden in die Pause ging. Meyer wehrte mehrere Braunschweiger Gelegenheiten durch Yasin Ben Balla, Fabio Kaufmann sowie Martin Kobylanski und unterstrich seine starke Verfassung.

Die gelb-rote Karte für Braunschweigs Nico Klaß kurz vor der Pause sorgte dann mit dafür, dass Meyer eine eher entspannte zweite Hälfte erlebte und sich von hinten über den zweiten Saisonsieg freuen konnte. Dafür, dass Regensburg im zweiten Durchgang in Überzahl agieren durfte, war mit Vrenezi der Torschütze zum 1:0 verantwortlich, der sich das zweite Sonderlob von Selimbegovic redlich verdiente.

Der 27-Jährige machte nach dem Seitenwechsel genauso weiter und bereitete zunächst das 2:0 durch Max Besuschkow vor, um mit dem 3:0 höchstselbst für den Endstand zu sorgen. Vrenezi, vergangene Saison noch an die Würzburger Kickers verliehen, bestätigte die guten Eindrücke der ersten Wochen der Saison und verknüpfte diese nun nach zuvor einer Vorlage an den ersten vier Spieltagen auch noch mit Effizienz. Kann der Kosovare auf diesem Niveau weitermachen, sollte man sich in Regensburg beeilen, den 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern.