Jahn Regensburg: Würzburg als Schlüsselspiel

Der Trend zeigt mit drei Niederlagen in Folge nach unten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 26.11.2020 | 10:00
Benedikt Gimber gegen Paderborn.

Kapitän Benedikt Gimber ist gegen Würzburg wieder eine Option. ©imago images/HMB-Media

Mit neun Punkten aus den ersten fünf Spielen hat Jahn Regensburg positiv überrascht und es schien so, als könnten die Oberpfälzer wie schon in den vergangenen Jahren seit dem Aufstieg 2017 die abermals von Skepsis geprägten Prognosen, die eher auf Abstiegskampf zielten, im Sommer ein weiteres Mal übertreffen.

Drei Spiele und drei Niederlagen später ist der Jahn aber auf Rang 13 abgerutscht und liegt nur noch einen Zähler vor der Abstiegszone. Besorgniserregend ist dabei vor allem die Anzahl der Gegentore in den jüngsten drei Partien. Beim SC Paderborn (0:3), gegen den VfL Osnabrück (2:4) und zuletzt bei Greuther Fürth (1:3) kassierte Regensburg zehn Gegentreffer, nachdem es in den ersten fünf Begegnungen lediglich drei waren.

Erster Abstiegskampf seit dem Aufstieg droht

Dass zuletzt mit Kapitän Benedikt Gimber und teilweise auch Torwart Alexander Meyer sowie Routinier Oliver Hein drei defensive Eckpfeiler fehlten, kann freilich durchaus als Begründung herangezogen werden. Am Samstag im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers wird das Trio aber erstmals seit dem 3:0-Sieg am fünften Spieltag gegen Eintracht Braunschweig wieder gemeinsam in der Startelf erwartet.

Generell ist Trainer Mersad Selimbegovic aktuell weitgehend frei von Personalsorgen und besitzt in dieser Hinsicht damit gute Voraussetzungen, um den Bock wieder umzustoßen. Dabei steht außer Frage, dass das Duell mit den Würzburger Kickers in die Kategorie Schlüsselspiel fällt. Mit einem Sieg könnte der Jahn die Unterfranken und damit einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt bis auf acht Punkte distanzieren.

Geht es schief und die Kickers feiern nach ihrem Premierensieg am vergangenen Wochenende direkt den nächsten Dreier, könnte Regensburg am Ende des Spieltages unter dem Strich stehen – und wäre dann seit dem Aufstieg 2017 erstmals richtig im Tabellenkeller angekommen.