Jahn Regensburg: Zu wenig Torgefahr aus den hinteren Reihen

Offensivspieler erzielen 46 von 55 Toren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.05.19 | 08:02
Jann George, Sargis Adamyan

Marco Grüttner, Jann George und Sargis Adamyan (v.l.n.r.) erzielten zusammen 32 Tore. © imago images / Eibner

Die in der vergangenen Saison mit Platz fünf und 48 Punkten sehr hoch gelegte Messlatte hat der SSV Jahn Regensburg in der zweiten Spielzeit nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga knapp übersprungen. Zwar reichten die eingefahrenen 49 Zähler diesmal „nur“ zu Platz acht, doch die positive Entwicklung des gesamten Vereins ist unverkennbar.

Nun freilich steht wieder einmal ein Umbruch bevor, auf den man beim Jahn gerne verzichtet hätte. Doch weil Erfolg seinen Preis hat, gilt es nicht nur Trainer Achim Beierlorzer (1. FC Köln) zu ersetzen, sondern mit Sargis Adamyan (TSG 1899 Hoffenheim) mindestens einen weiteren Spieler, der kommende Saison in der Bundesliga zu sehen sein wird.

Mit Stammkeeper Philipp Pentke (Ziel noch offen) gibt es einen weiteren schmerzhaften Abgang, während die Zukunft der Leihspieler Adrian Fein (FC Bayern München), Asger Sörensen (Red Bull Salzburg), Maximilian Thalhammer (FC Ingolstadt) und Jonas Föhrenbach (SC Freiburg) noch nicht final geklärt ist.

Fast 84 Prozent der Tore durch fünf Offensivspieler

In Abgängen freilich liegt immer auch eine Chance, Dinge zu verändern und positiv zu gestalten. So wäre es nicht überraschend, würde Geschäftsführer Christian Keller bei der Suche nach neuen Akteuren für die hinteren Reihen auch auf deren Torgefährlichkeit achten, was bei Defensivspielern im Normalfall eher nachrangig ist.

Doch bei einer Analyse der gerade beendeten Saison zeigt sich, dass beim SSV Jahn der Anteil der von Offensivspielern erzielten Tore so hoch war wie bei keinem anderen Verein. Adamyan (15), Marco Grüttner (12), Hamadi Al Ghaddioui (11), Jann George (5) und Sebastian Stolze (3), von denen vier in der Regel die Plätze in der Jahn-Offensive besetzten, erzielten 46 von 55 Saisontoren und damit knapp 84 Prozent.

Nur ein Defensivspieler mit mehr als einem Tor

Von den nominellen Defensivspielern war nur Innenverteidiger Marcel Correia (2) mehr als einmal erfolgreich. Die Außenverteidiger Föhrenbach und Benedikt Saller sowie die zentralen Mittelfeldspieler Andreas Geipl, Thalhammer und Marc Lais trafen jeweils einmal. Hinzu kommen noch zwei Eigentore.

Gerade im zentralen Mittelfeld wäre mehr Torgefahr wünschenswert. Aber auch Abwehrspieler, die nicht nur, aber vor allem auch bei Standardsituationen gefährlich werden, würden den SSV Jahn schwerer ausrechenbar machen. Und weil es alles andere als einfach werden dürfte, Top-Torschütze Adamyan gleichwertig zu ersetzen, wird es wohl auch nötig sein, dessen Treffer auf mehrere Schultern zu verteilen.

»Mobil wetten leicht gemacht. Jetzt kostenlose 22bet App holen & bequem auf das nächste Regensburg-Spiel tippen!