KSC: Die Defensive wird zum Trumpf

Stabil auch mit wechselnder Innenverteidigung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 29.11.20 | 08:02
Daniel Gordon gewinnt Zweikampf beim Spiel KSC vs Paderborn

Vorne erfolgreich, hinten resolut. Daniel Gordon (l.) avancierte gegen Paderborn zum Man of the Match. ©imago images/Jan Huebner

Der Erfolgslauf des Karlsruher SC geht weiter. Nach nur vier Punkten aus den ersten sechs Spielen feierten die Badener am gestrigen Samstag nach Auswärtserfolgen beim FC St. Pauli (3:0) und Eintracht Braunschweig (3:1) mit einem 1:0 gegen den SC Paderborn im eigenen Stadion den dritten Sieg in Serie. Bei nun fünf Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone hat sich die Mannschaft von Trainer Christian Eichner für den Moment in eine gute Position gebracht, die nicht zuletzt einer deutlich verbesserten Defensive zu verdanken ist.

Waren es an den ersten sechs Spieltagen noch neun Gegentreffer, ließ der KSC in den vergangenen 270 Minuten nur noch ein Gegentor zu. Eine eigentlich spielstarke Paderborner Mannschaft hatte zwar insbesondere im zweiten Durchgang ein deutliches Übergewicht, fand in der Karlsruher Hintermannschaft aber kaum Lücken und kam so nur zu wenigen gefährlichen Abschlüssen.

Drei Mann für zwei Positionen

Bemerkenswert dabei, dass der KSC trotz einer veränderten Innenverteidigung nicht an Stabilität einbüßte. Christoph Kobald, der auf St. Pauli gelb-rot-gesperrt gefehlt hatte und sich in Braunschweig hinter Robin Bormuth und Daniel Gordon anstellen musste, durfte wieder von Beginn an ran. Allerdings nicht für den erst auf St. Pauli zum Saisondebüt gekommenen Gordon, sondern überraschend anstelle von Bormuth, der zuvor in dieser Saison immer in der Startelf gestanden hatte.

Der 1:0-Sieg, für den just Gordon mit seinem goldenen Tor in der siebten Minute verantwortlich zeichnete, gab Trainer Eichner bei seiner Entscheidung ebenso Recht wie die gesamte Defensivleistung.

Vor dem nächsten Spiel am Samstag beim VfL Osnabrück sollten sich Gordon und Kobald aber dennoch nicht zu sicher sein, erneut den Zuschlag zu erhalten. Denn auch Bormuth hat in dieser Spielzeit regelmäßig gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Für einen Trainer gibt es freilich weitaus unangenehmere Situationen, als sich zwischen drei Innenverteidigern in guter Form für ein Duo entscheiden zu müssen.