KSC: Es hakt in der Offensive

Nur ein Tor in drei Testspielen

Philipp Hofmann

Auch Philipp Hofmann traf im Jahr 2020 noch nicht. © imago images / Sven Simon

Mit den beiden Heimpleiten gegen Greuther Fürth (1:5) und Wehen Wiesbaden (0:1) hat sich der Karlsruher SC im Kampf um den Klassenerhalt vor Weihnachten um eine deutlich bessere Ausgangsposition gebracht. Dass der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 mit einem Punkt nur hauchdünn ist, lag sicher nicht nur, aber auch am ausbaufähigen Offensivspiel in den letzten 180 Minuten anno 2019.

Nach zuvor sehr ordentlichen 28 Toren in 16 Spielen war eigentlich die Defensive, die mit 36 Gegentreffern ligaweit die anfälligste ist, als größte Baustelle ausgemacht worden. Der Jahresausklang 2019 und die Vorbereitung auf die Restrückrunde zeigen nun aber auch die Offensive als Problemzone auf. Einem 1:0-Erfolg im ersten Test gegen den FC Lausanne-Sport folgten zuletzt Niederlagen gegen Regionalligist Rot-Weiß Essen (0:2) und den rumänischen Tabellendritten FCSB Bukarest (0:1).

In unterschiedlichen Besetzungen strahlte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz in allen bisherigen Testspielen zu wenig Torgefahr aus. Dass das einzige Tor während der Vorbereitung aus einem Eigentor des FC Lausanne-Sport resultierte, passt ein Stück weit zum Sand, der momentan im vorderen Bereich im Getriebe steckt.

Philipp Hofmann als Hoffnungsträger

Während dort der wechselwillige Marvin Pourié, nach dem laut den Badischen Neuesten Nachrichten auch der VfL Osnabrück seine Fühler ausgestreckt haben soll, keine Rolle mehr spielen wird, konnten sich vor der Winterpause im zweiten Glied befindliche Akteure wie Marco Djuricin, Lukas Grozurek oder Saliou Sané bisher nicht nachhaltig für mehr Einsatzzeiten empfehlen.

Als größter Hoffnungsträger fungiert somit weiterhin Philipp Hofmann, der mit zehn Toren und vier Vorlagen an beinahe der Hälfte aller Treffer direkt beteiligt war. Aber auch der 26-Jährige hat in der Vorbereitung noch nicht getroffen.

Eine Gelegenheit bietet sich Hofmann und dem KSC aber noch, vor dem richtungsweisenden Auftaktspiel bei Dynamo Dresden Selbstvertrauen zu tanken. Erst am Sonntag aus dem Trainingslager in Spanien zurückgekehrt, reisen die Badener am heutigen Montag weiter nach Oberbayern, wo am morgigen Dienstag die Generalprobe beim FC Ingolstadt steigt.