KSC: Herzstück gesprengt

Gondorf-Sperre & die Folgen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 09.12.2020 | 10:38
Marvin Wanitzek (l.) und Lukas Fröde

Marvin Wanitzek (l.) und Lukas Fröde sind im Mittelfeld des KSC gesetzt. ©imago images/Sportfoto Rudel

Mit zwölf Punkten aus den letzten vier Partien ist der KSC das derzeit formstärkste Team der 2. Bundesliga. Daran nicht ganz unschuldig ist das Mittelfeld-Trio, auf das Trainer Christian Eichner in dieser Saison baut: Marvin Wanitzek, Lukas Fröde und Jerome Gondorf sind gesetzt. Unabhängig davon, ob die Badener im 4-2-3-1 oder einem 4-1-4-1 auflaufen.

„Das Dreiermittelfeld ist unser Herzstück, das ist die Basis für Erfolge“, stellte Eichner gegenüber ka-news jüngst fest. Dieses Herzstück wurde für das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag gesprengt, Gondorf sah beim 2:1-Erfolg über Osnabrück seine fünfte gelbe Karte und wird passen müssen.

Zwei Alternativen

Denkbar ist, dass Eichner ohne seinen Kapitän wieder auf ein 4-2-3-1-System setzt. Der kampfstarke Fröde als Abräumer könnte auf der Doppel-Sechs so Unterstützung von Wanitzek erfahren, dessen Stärken im Spiel mit dem Ball liegen. Die Balance zwischen defensiver Absicherung und offensiver Kreativität wäre somit gegeben.

Wanitzeks angestammte Position etwas weiter vorne im offensiven Zentrum könnte wie in der Vergangenheit Kyoung-rok Choi übernehmen. Die Last des Spielgestaltens würde dabei nicht alleine auf den Schultern des Südkoreaners ruhen, da Wanitzek sich aus der Tiefe kommend einschalten würde.

Möglich wäre aber auch, dass Wanitzek im offensiven Mittelfeld bleibt und dafür Alexander Groiß ins defensive Mittelfeld rückt. Mit erst zwei Einsätzen in dieser Spielzeit gehört der 22-Jährige zwar bislang zu den Spielern, die etwas hintendran stehen, genau solche Akteure sind unter Eichner aber keinesfalls abgeschrieben.

„Diejenigen, die bisher hintendran waren, sind herausgetreten aus dem Schatten. Wer immer an sich glaubt und hart an sich arbeitet, auf den wartet irgendwann die Belohnung“, berichtete Maik Franz, der einst selbst mit dem aktuellen Cheftrainer im KSC-Dress auflief, für unser Chapeau, Christian Eichner.