KSC: In Aue wieder nix zu holen?

Fünf Niederlagen in Folge im Erzgebirge

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 16.12.2020 | 13:00
Jerome Gondorf gegen Victor Palsson.

Jerome Gondorf (l.) kann nach verbüßter Sperre die Fahrt ins Erzgebirge antreten. ©imago images/Poolfoto

Obwohl der Zwischenspurt mit vier Siegen in Folge mit der 1:2-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf ein Ende gefunden hat, kann der Karlsruher SC mit seiner Zwischenbilanz nach elf Partien immer noch zufrieden sein.

16 Punkte sind einer mehr als ordentliche Basis für das oberste Ziel Klassenerhalt und vielleicht sogar die rund um den Wildpark erhoffte, sorgenfreie Saison. Die aktuelle Ausgangsposition würden die Badener natürlich gerne in die kurze Weihnachtspause mitnehmen bzw. zuvor noch verbessern. Am Donnerstag bei Erzgebirge Aue und am Montag gegen den Hamburger SV hat die Mannschaft von Trainer Christian Eichner aber vor der kurzen Phase der Entspannung allerdings noch zwei dicke Brocken vor sich.

Nur ein Sieg in elf Gastspielen in Aue

Bevor der HSV mit dem mutmaßlich besten Kader der Liga zum letzten Pflichtspiel des Jahres für die beiden in der ersten Pokalrunde gescheiterten Teams anreist, muss der KSC in Aue ran, wo es in der Vergangenheit nicht allzu viel zu holen gab.

Nur eines von elf Gastspielen im Erzgebirge hat der KSC gewonnen und bei drei Unentschieden sieben Mal verloren. Seit dem bislang einzigen Sieg, einem 2:0-Erfolg im August 2011 durch Treffer von Aleksandr Iashvili und Gaetan Krebs, setzte es sogar fünf Pleiten in Folge.

Relegations-Pleite als besonders tiefe Wunde

Besonders schmerzhaft war dabei natürlich das 1:3 im Relegations-Rückspiel 2017/18, als insbesondere der dreifache Auer Torschütze Sören Bertram nach dem torlosen Hinspiel im Wildparkstadion die Karlsruher Rückkehr in die 2. Bundesliga verhinderte. Zuvor hatte der KSC 2013/14 mit 0:3, 2014/15 mit 1:3 und 2016/17 mit 0:1 in Aue verloren. Nach der Relegation kam es vergangene Saison zum Wiedersehen, als nach einem 1:1 in Karlsruhe Aues Florian Krüger im Rückspiel für das einzige Tor der Begegnung verantwortlich zeichnete.

Nachdem vergangene Woche mit dem 1:2 gegen Düsseldorf die Karlsruher Siegesserie gestoppt wurde, hofft die Eichner-Elf nun ihrerseits, in Aue einen Durststrecke beenden zu können. Dass Kapitän Jerome Gondorf nach verbüßter Gelbsperre wieder mitwirken kann, sollte dabei kein Nachteil sein.