KSC in gefährlicher Lage

Pisot warnt vor Abstiegskampf

David Pisot vom KSC

David Pisot ermahnt die Kollegen zu einer deutlichen Leistungssteigerung. ©Imago images/EU Images

Das Derby gegen den VfB Stuttgart wurde deutlich verloren, doch schlimmer noch ist für den KSC die daraus resultierende Tabellensituation. Vor dem Spiel am Freitag gegen Regensburg nur noch zwei Punkte vom Relegationsrang.

David Pisot warnt gegenüber „Bild“: „Die Situation ist gefährlich, das muss uns klar sein! Am Freitag gegen Regensburg müssen wir gewinnen, um nicht unten reinzugeraten.“ Inzwischen Organisator der zweitschwächsten Abwehr der Liga ist der Kapitän dabei in erster Linie selbst gefordert.

Ärger auch abseits des Platzes

Mut macht die jüngste Heimform, denn seit vier Spielen sind die Karlsruher daheim ungeschlagen. Doch Regensburg ist ein undankbarer Gast und die viertbeste Auswärtself der Liga. Die Aufgabe ist also alles andere als einfach.

Neben den sportlichen Faktoren sorgte auch das Geschehen im Umfeld des Derby für Unmut beim KSC: Ein aus Sicht der Gäste überzogener Polizei-Einsatz. KSC-Fans hatten bei der Anreise Pyrotechnik gezündet und Polizisten angegriffen.

Daraufhin nahmen die Beamten Personenkontrollen bei etwa 600 nach KSC-Angaben teils willkürlich festgehaltenen Anhängern vor. „Bei der Polizeimaßnahme wurden nicht nur mutmaßlich gewalttätig gewordene Personen, sondern mehr oder weniger willkürlich Fans, darunter auch Kinder, Jugendliche sowie Frauen, über fünf Stunden vor dem Stadion eingekesselt.“, heißt es in einer Mitteilung des Aufsteigers.

Der Klub monierte zudem, dass die Behörden ohne vorherige Absprache den Ablauf der Fan-Anreise geändert und auch nicht mit Szene-kundigen Kollegen aus Karlsruhe Kontakt aufgenommen hatten.

„Die Umsetzung der polizeilichen Maßnahmen war aus unserer Sicht unverhältnismäßig. Auch die Kommunikation gegenüber Fans, Fanprojekt, Fanbetreuung und Vereinsvertretern hätte besser laufen müssen“, fasste KSC-Geschäftsführer Michael Becker zusammen.