KSC: Pokal-Aus sorgt nicht für neues Selbstvertrauen

Beim HSV wartet eine hohe Hürde

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 06.02.20 | 07:55

Tobias Jänicke gegen Damian Roßbach.

Auch Damian Roßbach (r.) konnte die Niederlage nicht verhindern. ©Imago images/Kirchner Media

Zwei Tage nach der Trennung von Trainer Alois Schwartz hat sich die Hoffnung des Karlsruher SC, im DFB-Pokal Selbstvertrauen für den Abstiegskampf im Liga-Alltag tanken zu können, nicht erfüllt. Stattdessen scheiterten die Badener nach torlosen 120 Minuten bei Regionalligist 1. FC Saarbrücken im Elfmeterschießen und verpassten damit auch gut 1,4 Millionen Euro, die der Einzug ins Viertelfinale alleine an TV- und Vermarktungsgeldern garantiert hätte.

Schwartz-Nachfolger Christian Eichner, der auch als Dauerlösung gehandelt wird, hatte sich natürlich einen anderen Einstand vorgestellt. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel haderte der frühere Linksverteidiger des KSC vor allem mit der fehlenden Konsequenz im gegnerischen Strafraum und damit, dass Saarbrückens Schlussmann Daniel Batz vor dem Elfmeterschießen nur einmal richtig eingreifen musste.

Eichner fordert eine aktivere Spielweise

Dafür zeichnete gleich in der ersten Spielminute Anton Fink verantwortlich, der nicht ganz überraschend als zweite Spitze neben Philipp Hofmann ins Team gerückt ist. Die Entscheidung, einen zweiten Angreifer aufzubieten, war Teil der generell offensiveren Herangehensweise Eichners, der von der Mannschaft forderte "den ganzen Laden 15 bis 20 Meter nach vorne" zu verschieben. Auch, um mittels einer aktiven Spielweise höher attackieren und im letzten Drittel Ballgewinne erzielen zu können.

In der ersten Halbzeit sah Eichner seine Maßnahmen durchaus gut umgesetzt. Dass hinten über 120 Minuten die Null gehalten wurde, stufte der frühere Co-Trainer ebenfalls als positiv ein. Das Ergebnis freilich stimmte nicht, da nach einer trotz 23:7-Torschüssen offensiv stark ausbaufähigen Leistung während der regulären Spielzeit und der Verlängerung auch im Elfmeterschießen "ein Stück fehlte".

Lange mit der Analyse der Pokal-Partie aufhalten kann man sich beim KSC indes nicht. Vielmehr geht der Blick schon auf die nächste Aufgabe, die es in sich hat. Am Samstag gastieren die Badener beim Hamburger SV, wo Eichner, "dort weitermachen will, wo wir im Pokal aufgehört haben". Das allerdings sollte nur für die Stabilität im Defensivverhalten gelten, was angesichts der Offensivqualität des HSV nicht ganz leicht werden dürfte.