KSC reicht Lizenz-Unterlagen ein

Corona-Folgen noch nicht eingeplant

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 17.03.2020 | 09:10

Wildpark in Karlsruhe

Der alt-ehrwürdige Wildpark wird 2023 eine moderne Arena sein. ©Imago images

Unabhängig von der aktuellen Liga-Auszeit gehen die nicht-sportlichen Aktivitäten in den Vereinen weiter. So mussten beispielsweise bis zum gestrigen Montag die Lizenzunterlagen für die kommende Saison eingereicht werden. Der KSC vermeldet in dieser Hinsicht heute Vollzug, nicht ohne auf die großen Herausforderungen hinzuweisen.

Einnahmen-Einbruch bei Abstieg

Zum einen sorgt der Stadionneubau für erhebliche finanzielle Belastungen. "Ohne außerordentliche Erlöse oder die Ablösung der Verpflichtungen aus der Vergangenheit wird es in den kommenden zwei Saisons ligaunabhängig nicht möglich sein, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.", so Geschäftsführer Michael Becker.

In der 3. Liga wäre die Situation noch kritischer, da statt etwa 10 Millionen Euro nur noch 1 Millionen aus TV-Einnahmen käme. Die Einnahmenverluste durch die Corona-Krise sind dabei noch gar nicht eingerechnet, da auch noch nicht zu beziffern.

Ein wichtiger Punkt, der schon im vergangenen Sommer für Probleme sorgte, ist die für die Umbau-Dauer nicht überdachte Südtribüne. Da ein Stadion der 2. Bundesliga eigentlich immer mindestens 15.000 überdachte Plätze aufweisen muss, ist eine Ausnahmeantrag notwendig.

Eine erste Entscheidung der DFL hinsichtlich der Lizenz ist noch Ende April zu erwarten. Anschließend wäre bis Ende Mai Zeit, mögliche Auflagen noch zu erfüllen.