KSC: Wohin mit Marvin Wanitzek?

Standardspezialist ist wieder bereit für die Startelf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 20.10.20 | 06:59
Marvin Wanitzek

Marvin Wanitzek will zurück in die Startelf des KSC. © imago images / Sportfoto Rudel

Die Verantwortlichen des Karlsruher SC um Trainer Christian Eichner werden am Montagabend sicherlich genau hingesehen haben, als sich der FC St. Pauli und der 1. FC Nürnberg 2:2 trennten. Schließlich trafen zwei der nächsten drei Gegner der Badener direkt aufeinander. Bevor es am 8. November ans Hamburger Millerntor geht, muss der KSC bereits am Freitag in Nürnberg ran und darf nach dem jüngsten 3:0-Befreiungsschlag gegen den SV Sandhausen durchaus selbstbewusst ins Frankenland reisen.

Erfreulich für Coach Eichner ist, dass nach jetzigem Stand für Freitag abgesehen vom langzeitverletzten Youngster Janis Hanek alle Mann an Bord sind. Auch Alexander Groiß, der gegen Sandhausen laut den Badischen Neuesten Nachrichten wegen Magenproblemen passen musste, mischte am gestrigen Montag im Training wieder mit. Dabei waren auch Dominik Kother, dessen Prellung sich als nicht schwerwiegender Natur herausgestellt hat und Marvin Wanitzek, der nach einem während der Länderspielpause im Training erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk am Samstag nur eingewechselt wurde.

Ein Härtefall scheint sicher

In Nürnberg allerdings ist Wanitzek, der zuvor seit dem Aufstieg 2019 sämtliche 37 Zweitliga-Spiele des KSC von Beginn an bestritten hatte, nun sicherlich wieder ein Kandidat für die Anfangsformation. Gleichzeitig entsteht damit aber ein Luxusproblem, nachdem gegen Sandhausen der etwas defensiv agierende Jerome Gondorf mit Lukas Fröde eine gut funktionierende Doppelsechs bildete und Kyoung-Rok Choi davor auf der Zehner-Position zu überzeugen wusste.

Choi könnte zwar auch auf rechten Flügel rücken, doch dort sammelte Marco Djuricin nicht nur mit seiner Vorlage zum frühen Führungstreffer durch Philipp Hofmann ebenfalls Pluspunkte. Auf links wäre der 25-jährige Südkoreaner ebenfalls einsatzfähig, müsste dafür aber an U21-Nationalspieler Kother vorbei, der mit seinem Treffer gegen Sandhausen seinen steigenden Wert für die Mannschaft untermauerte.

Keine einfache Aufgabe für Eichner, sich für eine Formation zu entscheiden. Denn klar ist, dass es mindestens ein enttäuschtes Gesicht geben wird, sofern es nicht noch im Laufe der Woche zu Ausfällen kommt.