KSC: Zwischen Chance und Risiko

Christian Eichner blickt auch in den Rückspiegel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 20.06.20 | 07:39

Christian Eichner

Will gegen Bielefeld gewinnen, sich gegebenenfalls aber auch mit einem Remis begnügen: Christian Eichner. © imago images / Carmele TMC Fotografie

Die nach dem 2:1-Derbysieg am vergangenen Sonntag gegen den VfB Stuttgart für den Endspurt im Abstiegskampf erhoffte und auch mögliche Ausgangsposition ist es nicht, die der Karlsruher SC vor seinen letzten beiden Spielen gegen Arminia Bielefeld und bei Greuther Fürth vorfindet. Durch die eigene 1:2-Niederlage bei Jahn Regensburg und den 6:0-Kantersieg des 1. FC Nürnberg beim SV Wehen Wiesbaden ging der zuvor eroberte Platz am rettenden Ufer ebenso verloren wie ein zuvor gegenüber dem Club als Pluspunkt einzustufendes Torverhältnis.

Und dennoch kann sich der KSC weiterhin aus eigener Kraft retten, wenn auch "nur" über die Relegation. Zuvor freilich werden die Badener alles versuchen, vielleicht doch noch über Rang 15 die Rettung auf direktem Wege zu schaffen. Vier tendenziell sogar eher sechs Punkte aus den beiden letzten Spielen sind indes Pflicht, um diese Chance am Leben zu erhalten.

Trainer Christian Eichner betonte auf der Pressekonferenz am Freitag vor der Partie gegen Arminia Bielefeld indes auch, dass der Fokus nicht nur auf den direkten Klassenerhalt gerichtet werden darf. "Ich würde alles dafür tun, um auf Platz 15 zu kommen. Aber wir müssen alles bewerten. Und ich bin auf gewisse Eventualitäten während des Spiels vorbereitet, sowohl was Platz 15 als auch 16 anbelangt. Wir müssen abwägen: Wie viel Risiko gehen wir für Platz 15, und wie viel Achtsamkeit haben wir mit Blick nach hinten?"

Mit einem Unentschieden würde der Relegationsplatz verteidigt

Damit ließ Eichner durchblicken, sich im Laufe der Partie und in Abhängigkeit der Ergebnisse auf den anderen Plätzen auch mit einem Unentschieden zufrieden zu geben. Schließlich würde mit einem Remis sicher gestellt, dass der aktuell mit zwei Punkten weniger auf Rang 17 liegende SV Wehen Wiesbaden aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz nicht vorbei-, sondern maximal gleichziehen könnte. Am letzten Spieltag hätte der KSC dann wenigsten die Relegation weiter in der eigenen Hand.

Zunächst aber geht der KSC schon mit der Absicht, drei Punkte einzufahren in die Partie. Coach Eichner, der Bielefeld als "nicht nur tabellarisch, sondern auch mannschaftlich als die beste Mannschaft der Liga" bezeichnete, weiß natürlich, dass ein Dreier gegen die Arminia schwierig wird. "Es wird eine ähnlich ambitionierte Aufgabe wie am vergangenen Sonntag", so Eichner, der diese mit seinen Schützlingen gegen Stuttgart freilich meistern konnte und nun den nächsten Coup landen will.

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