MSV Duisburg: Kaum noch zu retten

Nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt

Torsten Lieberknecht

Gibt trotz der schlechten Ausgangsposition noch nicht auf: Torsten Lieberknecht. © imago images / Eibner

Durch die Siege des SV Sandhausen, des 1. FC Magdeburg und des FC Ingolstadt war der Druck auf den MSV Duisburg bereits vor Anpfiff des Heimspiels am Montagabend gegen Arminia Bielefeld enorm. Im Wissen darum, dass alles andere als ein Sieg zu wenig wäre, präsentierten sich die Zebras engagiert und verbuchten trotz zweimaligen Rückstandes immerhin ein 2:2 – ein Punkt, der aber wohl zu wenig ist.

Im dritten Heimspiel in Folge nach dem 4:4 gegen den 1. FC Köln und dem 2:2 gegen den SV Sandhausen punktete der MSV noch nach einem Rückstand, doch anstatt wie zuletzt die Moral zu loben und als Mutmacher heranzuziehen, beließ es Trainer Torsten Lieberknecht diesmal bei einem sehr nüchternen Ausblick auf die drei noch ausstehenden Spiele, in denen ein Rückstand von fünf Punkten auf den Relegationsplatz wettgemacht werden muss.

Wir brauchen viel Glück. (Torsten Lieberknecht)

„Die Frustration ist natürlich groß. Wir müssen Haltung bewahren. Ich versuche die Mannschaft aufzurichten, auch wenn ich das erst mal sacken lassen muss. Dass es jetzt sehr schwer wird, die Klasse zu halten, ist klar. Wir brauchen viel Glück“, wollte Lieberknecht in seinem offiziellen Statement noch nicht aufgeben, zugleich aber auch keine unrealistischen Erwartungen schüren.

Abstieg schon am kommenden Wochenende möglich

Kevin Wolze, der wie gegen Köln und Sandhausen auch gegen Duisburg zum Endstand traf, machte unterdessen kein Geheimnis aus seiner Enttäuschung: „Wir sind jetzt erstmal leer und wussten, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen müssen, um noch eine Chance zu haben.“

Wir müssen bis zum Ende dran glauben. (Kevin Wolze)

Der Routinier ist aber noch nicht dazu bereit, den Kopf in den Sand zu stecken: „Wir wissen, dass es jetzt noch an ein Wunder grenzt, aber müssen bis zum Ende dran glauben. Das sind wir uns, den Zuschauern und dem ganzen Verein schuldig.“

Am Sonntag bei Holstein Kiel soll der immer dünner werdende Strohhalm zumindest festgehalten werden. Bei schlechtem Verlauf des kommenden Wochenendes könnten die Zebras nach dieser Begegnung indes auch schon abgestiegen sein. Halbwegs realistische Chancen auf die Relegation wären wohl nur dann noch vorhanden, wenn sowohl in Kiel als auch danach gegen den 1. FC Heidenheim und beim Hamburger SV gewonnen wird.

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