MSV Duisburg: Keine Strafe für Antonio da Silva – Sportdirektor Grlic verlangt Steigerung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.12 | 07:11

Die abfälligen Gesten von Antonio da Silva nach der 1:2-Niederlage gegen den FSV Frankfurt am vergangenen Wochenende bleiben für den Mittelfeldspieler des MSV Duisburg etwas überraschend ohne Konsequenzen. Nachdem noch am Montag nach den Äußerungen von Sportdirektor Ivica Grlic und Geschäftsführer Roland Kentsch sogar ein Rauswurf des Brasilianers nicht auszuschließen war, nahm sich Grlic zusammen mit Trainer Kosta Runjaic da Silva zwar zur Brust, ließ am Ende aber Gnade walten.

Gegenüber „Der Westen“ machte der Sportdirektor aber klar, dass da Silva ab sofort unter besonderer Beobachtung steht und deutlich mehr bringen muss als im bisherigen Saisonverlauf, was sowohl in sportlicher als auch in disziplinarischer Hinsicht gemeint ist: „Toni hat in den kommenden Wochen die Möglichkeit, uns zu zeigen, dass er hier weiterhilft. Es geht hier aber nicht nur um ihn, sondern es gilt allgemein: Der Verein wird nichts dulden, was dem MSV in irgendeiner Form schadet. Ich habe den Spielern deutlich gemacht, dass sie sich mit aller Macht in den Dienst des Klubs stellen müssen.“

Generell richtete Grlic seine Worte nach dem Sechs-Augen-Gespräch mit da Silva in einer etwas lauteren Ansprache in der Kabine an die gesamte Mannschaft, wie er anschließend betonte: „Ich habe den Spielern verdeutlicht, was wir erwarten und worauf es ankommt. Nämlich auf die drei Buchstaben: MSV.“

Schon am Freitag im Westduell beim 1. FC Köln will Grlic eine andere Vorstellung seiner Mannschaft sehen: „Ich erwarte gegen den FC einen ganz anderen Auftritt von uns als es gegen Frankfurt der Fall war.“ Angesichts von nur acht Punkten aus den ersten zwölf Spielen wäre es zweifelsohne wichtig für die Zebras, um am Ende der Saison nicht das Schicksal anderer Traditionsklubs wie Karlsruhe oder Aachen zu teilen, die vergangene Saison in ähnlicher Situation waren und nun nur noch drittklassig sind.