MSV Duisburg: Neues System und neues Personal?

Trainerwechsel könnte Änderungen mit sich bringen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 05.10.18 | 08:22
Enis Hajri

Könnte vom Trainerwechsel profitieren: Enis Hajri © Imago / Revierfoto

Einen optimalen Zeitpunkt für einen Trainerwechsel gibt es kaum, doch es sind auch ungünstigere Szenarien möglich, als vor dem ersten Pflichtspieleinsatz eine Woche Zeit zu haben, um mit einer neuen Mannschaft zu arbeiten. Nach seiner am Montag verkündeten Verpflichtung als neuer Coach des MSV Duisburg steckt Torsten Lieberknecht inzwischen bereits mitten in den Vorbereitungen auf das Gastspiel am Montag beim 1. FC Köln.

Bei seiner Vorstellung hat Lieberknecht mit Blick auf die gemeinsam mit dem FC Ingolstadt mit 17 Gegentoren schwächste Defensive der Liga direkt deutlich gemacht, dass ein Schwerpunkt auf der Abwehrarbeit liegen muss. In vier Trainingseinheiten hat sich Lieberknecht ein Bild aller Akteure verschafft und wird sicherlich schon im Kopf haben, wie in Köln eine Überraschung gelingen könnte.

„ Taktische Flexibilität steht bei mir im Vordergrund. ”
Torsten Lieberknecht

In die Karten schauen lassen will sich der 45-Jährige indes noch nicht, sondern beließ es gegenüber Bild bei der recht allgemeinen Andeutung einer Systemumstellung: „Taktische Flexibilität steht bei mir im Vordergrund. Eine Mannschaft muss mehrere Varianten drauf haben. Köln wird ein spezielles Spiel. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Mehr Stabilität mit Enis Hajri?

Nachdem der entlassene Ilia Gruev in der Regel auf ein 4-4-2 mit Doppelsechs und offensiv besetzten Flügeln vertraut hat, ist eine Dreier- bzw. Fünferkette nun ebenso eine Option wie eine Variante mit nur einem echten Stürmer, dafür aber eine Dreier-Offensive dahinter.

Gut möglich auch, dass zuletzt im zweiten Glied stehende Profis eine Chance erhalten. Neben Torwart Daniel Davari, dem die schnelle Rückkehr zwischen die Pfosten anstelle des nicht restlos überzeugenden Daniel Mesenhöler winkt, könnten nach Einschätzung der „Bild“ auch Tim Albutat, Enis Hajri und Young-Jae Seo ein Thema für die erste Elf sein.

Insbesondere Routinier Hajri, der nach einer Sprunggelenksverletzung wieder fit ist, hat sich in der Vergangenheit in schwierigen Situationen schon als wichtig erwiesen und könnte mit seiner Erfahrung sowohl zentral und rechts verteidigen als auch vor der Abwehr für Stabilität sorgen.

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