MSV Duisburg: Zumindest die Moral stimmt

Aber der Rückstand droht anzuwachsen

Andreas Wiegel im Zweikampf mit Denis Linsmayer

Andreas Wiegel (l.) und Co. retteten einen späten Punkt gegen Sandhausen. ©Imago Images/nordphoto

Im Vorfeld des Heimspiels gegen den SV Sandhausen war man sich im Lager des MSV Duisburg einig. Ein Sieg musste her und Trainer Torsten Lieberknecht erklärte denn auch drei Punkte zur Pflicht. Letztlich reichte es aber nicht zum erhofften Heimerfolg, sondern nur zu einem 2:2, nachdem sich aber dennoch nicht völlige Enttäuschung breitmachte.

Grund dafür war erneut die Moral, die die Zebras wie schon beim 4:4 nach 2:4-Rückstand im Heimspiel gegen den 1. FC Köln unter Beweis stellen konnten. Diesmal kam der MSV nach einem 0:2 noch zurück und glich zwei Minuten vor dem Ende durch einen von Kevin Wolze verwandelten Handelfmeter aus – gegen Köln hatte Wolze noch per Freistoß zum 4:4 getroffen.

Daraus, dass seine Mannschaft abermals einen Zwei-Tore-Rückstand egalisieren konnte, schöpft denn auch Lieberknecht Hoffnung: „Die Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben, war für mich in Ordnung. Wenn du in dieser Situation 2:0 hinten bist und so zurückkommst, dann widerspricht das dem, was ich oft höre, dass diese Mannschaft keine Moral hätte“, wird der MSV-Coach auf der vereinseigenen Webseite zitiert.

Der Blick geht nach Regensburg

Zugleich brachte Lieberknecht Verständnis dafür auf, dass einige Anhänger ihrem Unmut nach dem Gegentreffer zum 0:2 freien Lauf ließen: „Ich kann die Pfiffe der Fans komplett nachvollziehen, das gehört dazu. Die Erwartungen waren sehr groß.“

Bis zum letzten Tag werde ich alles rausholen und vorangehen. (Torsten Lieberknecht)

Und Lieberknecht machte auch deutlich, weiterhin an den Klassenerhalt zu glauben und alles versuchen zu wollen: „Wir werden weiterarbeiten und den Kopf oben halten. Bis zum letzten Tag werde ich alles rausholen und vorangehen.“

Was der eine Punkt gegen Sandhausen wert war, wird freilich erst nach dem Auftritt des 1. FC Magdeburg am heutigen Sonntag beim SSV Jahn Regensburg feststehen. Verliert der FCM in der Oberpfalz, hätte der MSV den Rückstand auf den Relegationsplatz sogar auf drei Punkte verkürzt – allerdings bei einer um elf Treffer schlechteren Tordifferenz.

Jeder Magdeburger Punkt würde die Duisburger Ausgangsposition dagegen weiter verschlechtern. Ungeachtet dessen ist klar, dass Unentschieden an den letzten Spieltagen nicht reichen werden. Schon im nächsten Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ist ein Dreier wirklich Pflicht.

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