RB Leipzig: Daniel Frahn soll gehen – Auch Matthias Morys ohne Perspektive

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 23.12.14 | 07:45

Nach dem gestrigen 1:1 gegen den TSV 1860 München hätte man bei RB Leipzig eigentlich ein halbwegs angenehmes Weihnachten feiern können, ist die Bilanz von 29 Punkten aus 19 Spielen für das erste Jahr in der 2. Bundesliga doch sehr ordentlich, auch wenn im Umfeld zumindest hinter vorgehaltener Hand der Durchmarsch erwartet wird.

Mit der Ruhe ist es aber inzwischen vorbei, denn nach Informationen der „Bild“ haben die Vereinsverantwortlichen entschieden, dass Kapitän Daniel Frahn keine Zukunft mehr bei den Roten Bullen hat und den Klub nach Möglichkeit schon im Winter verlassen soll. Nach dem Abschlusstraining am Sonntag soll Trainer Alexander Zorniger den zweifachen Aufstiegshelden, der in 147 Liga-Spielen auf bemerkenswerte 87 Tore kommt, darüber informiert haben, in den Zukunftsplanungen keine Rolle mehr zu spielen. Der Auftritt am Montagabend gegen die Münchner Löwen war demnach wohl die letzte Partie Frahns im Trikot der Roten Bullen, wobei die weitere Zukunft des 27-Jährigen noch offen ist.

Kommen gleich mehrere neue Angreifer?

Weil laut „Bild“ neben Frahn auch Matthias Morys seine Koffer packen kann, sind die Alternativen im Angriff für die Restrückrunde im Moment rar gesät. Terrence Boyd fällt mit seinem Kreuzbandriss bis zum Saisonende aus und Ante Rebic verpasst aufgrund eines Muskelbündelrisses voraussichtlich große Teile der Vorbereitung. Bleibt als feste Größe im Angriff nur noch Yussuf Poulsen, der in den vergangenen Wochen aber auch mit einigen Problemen körperlicher Natur zu kämpfen hatte.

Logische Folge dieses Engpasses ist, dass Leipzig in der Winterpause aktiv wird. Galt bislang die Verpflichtung eines neuen Angreifers als wahrscheinlich, könnten durch das Aus von Frahn und Morys durchaus auch mehrere neue Stürmer kommen, zumal der vom AC Florenz nur ausgeliehene Rebic erst einmal nur bis Saisonende eingeplant ist und sich für eine Weiterverpflichtung deutlich steigern muss.

Wen Sportdirektor Ralf Rangnick und Coach Zorniger nach Leipzig lotsen werden, ist im Moment aber noch völlig offen. Kandidaten wurden in den letzten Wochen unter anderem mit Marco Djuricin und Massimo Bruno aber bereits einige genannt.