RB Leipzig: Enges Rennen um die Stammplätze – Peter Gulacsi zum Auftakt wohl gesperrt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 06.07.20 | 15:16

In den jüngsten beiden Testspielen gegen den FC Southampton (5:4) und gestern gegen Rubin Kasan (1:0) hat RB Leipzig gegen zwei starke Mannschaft zumindest angedeutet, in der neuen Saison richtig angreifen zu wollen. Trainer Ralf Rangnick konnte gegen Kasan unerwartet schnell wieder auf Neuzugang Davie Selke bauen, der nur elf Tage nach einer im Training erlittenen Knieverletzung sogar schon wieder von Anfang an auflief.

Generell sind die personellen Voraussetzungen bei den Roten Bullen exzellent, sodass Rangnick gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ nun endgültig das Aufgebot als komplett bezeichnen konnte: „Wir sind so gut verstärkt, dass wir nun jede Position doppelt ohne Qualitätsverlust besetzen können. Unsere Kaderplanung ist mit dem Transfer von Dmitri Skopintsev abgeschlossen“, so Rangnick, mit dessen Worten sich auch ein noch vor wenigen Tagen in Peru verbreitetes Interesse Leipzigs an Offensivmann Christian Cueva von Alianza Lima als Ente erwiesen haben dürfte.

Gulacsi bleibt gesperrt

[ad]Vielmehr ist es schon jetzt für Rangnick knifflig genug, elf Spieler für die Auftaktpartie beim FSV Frankfurt auszuwählen: „Es wird nicht leicht aus diesen Jungs die erste Startelf der Saison zu finden. Wir haben extrem viele Möglichkeiten und müssen schauen, wer sich nun in den nächsten Wochen in die Startelf spielt. Es wird auf jeden Fall so sein, dass es im Laufe der Saison immer wieder den einen oder anderen Wechsel geben wird. Niemand hat einen Bonus“, ließ Rangnick noch alles offen.

Wohl am grünen Tisch wird aber die Entscheidung in der Torwartfrage entschieden. Nachdem die vom österreichischen Verband verhängte Vier-Spiele-Sperre für Peter Gulacsi nach dessen Platzverweis im Pokal-Finale gegen Austria Wien nun bestätigt wurde und auch in Deutschland wettbewerbsübergreifend gilt, startet der Neuzugang von Red Bull Salzburg erst einmal auf der Tribüne.

Fabio Coltorti bleibt damit zumindest zum Start die Nummer eins. Es sei denn, der Leipziger Versuch, Gulacsis Sperre auf den DFB-Pokal zu begrenzen, hätte Erfolg. Die Chancen werden indes als gering eingestuft.

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