Regensburg vs Ingolstadt: Ex-Spieler Schlauderer fiebert mit

Aufstieg für FCI "absolut möglich"

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 26.01.18 | 14:42
Tobias Schlauderer am Ball für Jahn Regensburg

Regensburger Urgestein: Schlauderer stand 116 Mal für den Jahn auf dem Platz ©Imago/Dünhölter SportPresseFoto

Am Freitag kommt´s in der Continental Arena zum bayerischen Duell zwischen Regensburg und Ingolstadt. Einer, der sich bei beiden Klubs einen Namen gemacht hat, ist Tobias Schlauderer.

Der heute 33-Jährige, der seine aktive Karriere inzwischen an den Nagel gehängt hat und nun für den Bayerischen Fußball Verband tätig ist, verfolgt die Geschehnisse bei seinen ehemaligen Klubs noch genau. „Natürlich freut man sich, wenn die Ex-Vereine so guten Fußball spielen“, so Schlauderer im Gespräch mit Liga-Zwei.de. „Vor allem Regensburg hätte das vor der Saison wohl niemand zugetraut.“

Regensburger Teamspirit entscheidend

Der Jahn zeigte erst am Dienstag beim 2:2 in Nürnberg, dass er wahrlich nicht zu Unrecht in der oberen Tabellenhälfte steht. Schlauderer macht als Erfolgsfaktoren bei seinem Ex-Klub vor allem Trainer Dirk Beierlorzer sowie den guten Zusammenhalt aus.

„Der Jahn hat eine sehr homogene Mannschaft. Wenn die Ergebnisse ausbleiben, kann sich der SSV auf seinen guten Teamspirit verlassen.“ Parallelen erkennt er zu seiner eigenen Zeit in Regensburg. Auch damals hatte die Mannschaft „einen extrem guten Zusammenhalt.“

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„ Man sieht auch daran, was für ein Potential in Regensburg herrscht ”
Schlauderer über den SSV

Schlauderer stand zwischen 2008 und 2012 für die Oberpfälzer in 116 Partien auf dem Feld und hat die Entwicklung des Vereins auch in den folgenden Jahren aufmerksam verfolgt. „Damals standen die Fans im Stadion an der Prüfeninger Straße noch in ihrem berüchtigten Turm, jetzt machen sie die Hans-Jakob-Tribüne voll“, so der ehemalige Mittelfeldspieler. „Man sieht auch daran, was für ein Potential in Regensburg herrscht und es freut mich, dass der Jahn das momentan so gut ausschöpft.“

Ingolstädter Kontinuität

Das Potential in Ingolstadt auszuschöpfen – das schaffte zuletzt Stefan Leitl. Nach miserablem Saisonstart brachte er die Schanzer in die Spur, auch wenn das 0:0 gegen Sandhausen zuletzt wieder ein kleiner Rückschlag war. Laut Schlauderer, der mit dem heutigen FCI-Coach bereits auf dem Platz stand, war bei Leitl bereits früher zu erkennen, „dass er mal ein guter Trainer werden kann“.

„ In einer Ausgangsposition, aus der der Aufstieg absolut möglich ist ”
Schlauderer über den FCI

Jetzt habe der Coach „die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen und sie in die Regionen geführt, wo der Verein hin will“, so Schlauderer weiter, daher sei Ingolstadt „in einer Ausgangsposition, aus der der Aufstieg absolut möglich ist“.

Neben Leitl macht er allerdings noch einen weiteren Erfolgsfaktor aus: „Der FCI ist ein sehr familiär geführter Verein, die Verantwortlichen von früher sind heute weitesgehend immer noch im Klub tätig. Daran sieht man, dass in Ingolstadt Kontinuität herrscht.“

Vollblutfußballer – auch als Funktionär

Wenn es nun am Freitag zum direkten Aufeinandertreffen seiner beiden Ex-Klubs kommt, wird Schlauderer auf jeden Fall mitfiebern und könnte „mit einem Unentschieden gut leben“. Der gebürtige Regensburger ist dem Fußball auch nach seiner aktiven Karriere erhalten geblieben, arbeitet beim Bayerischen Fußball Verband.

„Mich freut es, dass ich an der Basis arbeiten und mit den Amateurvereinen etwas aufbauen kann“, so Schlauderer. „Wir im Verband arbeiten da mit den Klubs engagiert zusammen und ich glaube, dass das auch anerkannt wird.“

„ Etwas Besonderes, daran mitwirken zu können ”
Schlauderer über den Amateurfußball

Gerade der Amateurfußball sei für ihn „der Hauptbestandteil des deutschen Fußballs und wenn man sieht, wie gut dort gearbeitet wird, ist es schon etwas Besonderes, daran mitwirken zu können.“

Möglicherweise ist der Ex-Kicker allerdings in Zukunft auch wieder auf dem Platz zu sehen. „Ich bin gerade dabei, meinen Trainerschein zu machen“, so Schlauderer, schränkt aber ein: „Einen Einstieg ins Trainergeschäft kann ich mir vorstellen, ist jetzt aber nicht mein Hauptziel“ und fügt mit bayerischer Gelassenheit hinzu: „Man wird sehen, was die Zukunft bringt.“

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