SC Paderborn: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Dräger, Ritter & Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 02.11.2020 | 16:00
Marlon Ritter gegen Denis Linsmayer

Marlon Ritter (l.) lief über 60 Mal für den SCP auf. ©Imago images/pmk

Ein Abstieg bringt fast immer einen Umbruch mit sich, so auch beim SC Paderborn. 15 Spieler verließen die Ostwestfalen im Sommer. Wie es für sie bei ihren aktuellen Vereinen läuft? Wir haben uns umgeschaut.

Luca Kilian:
Der steile Aufstieg des Innenverteidigers nimmt kein Ende. Sammelte er beim SC Paderborn bereits 15 Bundesliga-Einsätze, musste er sich bei Mainz 05 anfangs zwar hinten anstellen, steht seit drei Spieltagen allerdings stets in der Startformation. Mit den 05ern durchlebt er in der Bundesliga allerdings ähnlich schwierige Zeiten wie einst mit dem SCP.

Felix Drinkuth:
Der FSV Zwickau setzt Felix Drinkuth variabel ein, brachte ihn bereits auf sämtlichen offensiven Mittelfeldpositionen, wo er sich wohlfühlt: Auch durch die drei Drinkuth-Treffer legten die Schwäne den besten Start nach sechs Spieltagen seit dem Aufstieg in die dritte Liga hin.

Klaus Gjasula:
Seine Anfangszeit beim HSV ist eine unglückliche, dem Spiel der Rothosen vermochte er jedenfalls nicht die erhoffte Stabilität zu geben. Diesen Job erledigten zuletzt seine Teamkollegen für ihn, sodass für Gjasula derzeit nur die Rolle des Einwechselspielers bleibt.

Ben Zolinski:
Durchaus überraschend stand Ben Zolinski am vierten Spieltag in der Startelf des FC Erzgebirge Aue. Dabei zeigte er das erhoffte Durchsetzungsvermögen, eine Eigenschaft, die ihn auch an den vergangenen beiden Spieltagen in die erste Elf der Veilchen spülte.  Nicht herausragend aber umtriebig fügte er sich auch dabei gut ein.

Jan-Luca Rumpf:
Letztlich war die Episode in Paderborn für Jan-Luca Rumpf keine glückliche, auch wenn er gegen Werder Bremen (1:5) seinen ersten Bundesliga-Einsatz feiern durfte. Die Realität heißt nun: Regionalliga West, wo er bisher sechsmal zum Einsatz kam – jedes Mal als Joker. Mit der Fortuna steht er derzeit auf Rang fünf der Tabelle.

Rifet Kapic:
Der Mittelfeldmann ist „für mehr Einsatzzeiten auf höherem Niveau“, so SCP-Sportgeschäftsführer Fabian Wohlgemuth, zu Sheriff Tiraspol nach Moldawien ausgeliehen. Der Plan ging zunächst auf: Kapic stand dreimal in der Startelf und lieferte dabei zwei Vorlagen. Seit Anfang Oktober allerdings muss er meist mit einem Bankplatz Vorlieb nehmen.

Samuel Fridjonsson:
Nur kurz war Fridjonssons Engagement in Paderborn. Anfang Oktober schloss er sich wieder seinem früheren Verein Viking FK an. Dort vermochte er in der norwegischen Eliteserien aber noch keine Akzente zu setzen.

Marcel Hilßner:
Durchaus überraschend kam Hilßners Wechsel auf die Insel. Bei Coventry City hat der Offensivmann einen Dreijahresvertrag, der darauf hindeutet, dass die Engländer langfristige Pläne mit dem gebürtigen Leipziger haben. Kurzfristig konnte er Coventry jedenfalls noch nicht helfen, er leidet derzeit unter Lungenproblemen.

Mohamed Dräger gegen Bakery Jatta

Mohamed Dräger (l.) agiert als Back-Up von Ex-Champions-League-Sieger Rafinha. ©Imago images/Sven Simon

Mohamed Dräger:
Seine Leihe lief aus, daher kehrte der Nationalspieler Tunesiens zum SC Freiburg zurück. Von diesem zog Dräger weiter zum amtierenden griechischen Meister Olympiakos Piräus. Dort feierte Dräger am vergangenen Wochenende beim 2:0 über Apollon Smyrnis seinen ersten Startelf-Einsatz. In der Champions League saß Dräger zweimal auf der Bank, aktuell ist dort kein Vorbeikommen am Ex-Bayern Rafinha.

Gerrit Holtmann:
Auch die Leihe Holtmanns endete im Sommer. Der Offensivmann steht bei Ligakonkurrent Bochum unter Vertrag und erweitert dort die Optionen in der Offensive. Die letzten beiden Partien musste er dabei allerdings von der Bank aus betrachten.

Marlon Ritter:
Beim Derby gegen Waldhof Mannheim schlug Marlon Ritters große Stunde, als er für den FCK das 1:1 erzielte. Bei diesem Highlight blieb es allerdings. Zwar stand Ritter zuletzt immer in der Startelf, agiert wie die gesamte Mannschaft der Roten Teufel aber eher blass.

Abdelhamid Sabiri:
Tschüss Paderborn, ciao Ascoli hieß es im Sommer für Sabiri. Der Angreifer sammelte bisher vier Einsätze in der Serie B, also der zweiten italienischen Liga. Ein Tor gelang ihm dabei und das war ein spezielles: Es trug zum bisher einzigen Saisonsieg des Vereins aus der italienischen Provinz Marken bei.

Pascal Steinwender:
Der Leihspieler wird in Liga drei gestählt: Im 3-5-2-System des VfB Lübeck beackert er die rechte Außenbahn, wo seine Schnelligkeit nicht nur offensiv, sondern vor allem in der Arbeit gegen den Ball wichtig ist. In den letzten vier Spielen stand er stets in der Startelf und feierte dabei mit den Hansestädtern jüngst den ersten Saisonsieg.

Laurent Jans:
Zunächst kehrte der Abwehrmann nach Metz zurück, bevor Standard Lüttich zuschlug. Bei den Belgiern ist er eine Alternative auf der rechten defensiven Außenbahn und kommt dabei in den englischen Wochen auf seine Einsatzzeit. Gegen die Glasgow Rangers feierte er seinen ersten Einsatz in der Hauptrunde der Europa League.

Leon Brüggemeier:
Einst von Hertha II verpflichtet stand Brüggemeier nur für die zweite Mannschaft des SCP zwischen den Pfosten und ist aktuell vereinslos.

Wen haben die anderen verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.