Greuther Fürth: Das Kleeblatt bleibt auf dem Boden

Trotz Tabellenführung für mindestens eine Nacht

Daniel Keita-Ruel trifft für Fürth gegen Kiel

Glücksgriff. Kleeblatt-Neuzugang Daniel Keita-Ruel markierte gegen Kiel seine Saisontore vier und fünf. ©Imago/Zink

Mit dem gestrigen 4:1-Sieg gegen Holstein Kiel hat die SpVgg Greuther Fürth zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze der 2. Bundesliga erobert. Der Sprung auf den Platz an der Sonne ist der Höhepunkt einer Entwicklung, die noch vor wenigen Wochen nicht absehbar war. Doch allem Anschein nach ist es den Kleeblatt-Verantwortlichen gelungen, die richtigen Schlüsse aus dem Fast-Abstieg im Mai zu ziehen.

Während von den zwölf Abgängen nur Khaled Narey (Hamburger SV) zu den Leistungsträgern zählte, holten Geschäftsführer Rachid Azzouzi und Trainer Damir Buric nebst den schon zuvor ausgeliehenen und nun fest verpflichteten Julian Green und Mario Maloca neun weitere neue Spieler hinzu, die das Niveau im Kader angehoben haben.

Der schon fünffache Torschütze Daniel Keita-Ruel hat sich ebenso als Glücksgriff erwiesen wie Tobias Mohr, der auf der linken Außenbahn defensiv wie offensiv überzeugt. David Atanga bringt es bereits auf vier Torvorlagen und Yosuke Ideguchi krönte sein Debüt gegen Kiel direkt mit seinem Premierentor.

Auch der gegen Kiel mit einer Kopfverletzung ausgewechselte Maximilian Sauer hat sich einen Stammplatz erspielt und die erst spät verpflichteten Paul Jaeckel und Shawn Parker bringen noch jede Menge Potential mit.

Kommende Woche wieder in Heidenheim

Die Personalpolitik ist aber nicht der einzige Grund für den momentanen Erfolg. Vielmehr wird unter Coach Buric konzentriert auch an Schwächen, wozu in der vergangenen Saison das nun deutlich verbesserte Verhalten bei eigenem Ballbesitz zählte, gearbeitet. Und nicht zuletzt ist man bei der SpVgg weit davon entfernt, die Bodenhaftung zu verlieren.

Wir sind keine Mannschaft, die träumt. (Daniel Keita-Ruel)

„Wir sind keine Mannschaft, die träumt, wir bereiten uns jetzt wieder auf das nächste Spiel vor“, erklärte Torjäger Keita-Ruel auf der vereinseigenen Webseite stellvertretend für das gesamte Team, das nun kommende Woche beim 1. FC Heidenheim nachlegen will. Also dort, wo im Mai bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt gebangt werden musste.

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