SpVgg Greuther Fürth: Der Abwärtstrend hält an

Mittlerweile die zweitschwächste Defensive der Liga

Damir Buric

Entschuldigte sich nach dem Aue-Debakel bei den Fans: Damir Buric © Imago / Zink

Nach dem 3:2-Sieg am zehnten Spieltag bei Arminia Bielefeld stand die SpVgg Greuther Fürth auf dem zweiten Tabellenplatz und konnte auf einen mit 19 Punkten starken Start zurückblicken. Seitdem aber ist mächtig Sand ins Getriebe der Franken geraten, die aus den vergangenen sechs Partien nur noch vier weitere Zähler einfahren konnten.

Der Tiefpunkt war sicherlich die herbe 0:5-Schlappe am gestrigen Samstag vor heimischem Publikum gegen Erzgebirge Aue – zugleich die erste Niederlage im eigenen Stadion seit 13. April (1:2 gegen Jahn Regensburg). Trainer Damir Buric dachte in seinem offiziellen Statement nach der Partie zunächst an den Anhang, nahm seine Mannschaft indes zumindest ein Stück weit auch in Schutz.

Erst mal muss man sich bei den Fans für die Art und Weise entschuldigen. (Damir Buric)

„Erst mal muss man sich bei den Fans für die Art und Weise entschuldigen. Es lag nicht am Wollen, jees Mal wenn die Mannschaft sich reingekämpft hat, gab es ein Gegentor“, so Buric, der allerdings auch grundlegende Dinge bemängelte: „Bei Standard-Gegentreffern brauchen wir nicht über Taktik reden, sondern da geht es um das Verhalten im Zweikampf.“

Siebenmal in Folge mindestens zwei Gegentore

Buric betonte freilich auch, nun wieder aufstehen zu müssen. Damit eine positive Reaktion gelingt und das Jahr 2018 noch versöhnlich zu Ende geht, muss sich Fürth in den anstehenden Auswärtsspielen beim FC St. Pauli und beim SV Sandhausen vor allem defensiv wieder stabiler präsentieren.

Nach acht Gegentoren in den ersten neun Spielen kassierte die SpVgg in den vergangenen sieben Begegnungen nie weniger als zwei Gegentore. Insgesamt schlug es in diesen sieben Partien sogar 21 Mal im Kasten von Torwart Sascha Burchert ein. Mit insgesamt 29 Gegentoren stellt das Kleeblatt inzwischen die zweitschwächste Defensive hinter dem FC Ingolstadt (32).

Den unverkennbaren Abwärtstrend noch vor der Winterpause zu stoppen, wäre trotz des aktuell nach wie vor komfortablen Vorsprungs von 13 Punkten auf die Abstiegsplätze nicht unwichtig. Schon alleine deshalb, um in einigermaßen positiver Stimmung Weihnachten feiern zu können.

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