SpVgg Greuther Fürth: Kommt ein Gjasula-Ersatz?

Kleeblatt sondiert den Markt der arbeitslosen Profis

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 07.10.16 | 08:00
Jurgen Gjasula

Fürth kann den Ausfall von Jurgen Gjasula kaum kompensieren. © Imago

Nach dem schwachen Auftritt der SpVgg Greuther Fürth am Montagabend beim VfB Stuttgart (0:4) hat Trainer Stefan Ruthenbeck Konsequenzen angekündigt, deren Umsetzung aufgrund der Länderspielpause indes noch etwas auf sich warten lassen muss.

Caligiuri ins Mittelfeld?

Wenn die SpVgg am nächsten Samstag den 1. FC Heidenheim empfängt, sind einige personelle Umstellungen aber durchaus im Bereich des Möglichen. Insbesondere im zentralen Mittelfeld, wo Andreas Hofmann und Nicolai Rapp den erneuten Ausfall von Jurgen Gjasula nicht kompensieren konnten. Eine Überlegung ist es deshalb, Marco Caligiuri aus dem Abwehrzentrum nach vorne zu ziehen, wobei der Kapitän in der Innenverteidigung aber nur schwer zu ersetzen wäre.

Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Benedikt Kirsch anstelle von Rapp eine Chance erhält in der Hoffnung, dass der 20-Jährige seine grundsätzlich durchaus vorhandenen kreativen Fähigkeiten im Spiel nach vorne einbringen kann.

Nachverpflichtung möglich

Nicht ausgeschlossen ist allerdings auch, dass die SpVgg kurzfristig noch tätig wird und einen externen Ersatz für den mit einem Achillessehnenriss noch lange fehlenden Gjasula verpflichtet. „Wir halten die Augen offen. Es gibt interessante Spieler“, verriet Trainer Ruthenbeck im „Kicker“ (Ausgabe 81/2016 vom 06.10.2016), freilich ohne konkret auf Namen einzugehen.

„ Wir halten die Augen offen. Es gibt interessante Spieler. ”
Stefan Ruthenbeck

Ein Blick auf den Markt der vereinslosen Spieler, die auch jetzt noch verpflichtet werden können, fördert indes nur relativ wenige zentrale Mittelfeldspieler zu Tage, die passen könnten. Akteure wie Piotr Trochowski, Tobias Weis oder Mimoun Azaouagh, die von der Position her in Frage kämen, sind alle mittlerweile über 30 und längst über ihren Zenit hinaus. Und Jürgen Mössmer, der beim 1. FC Nürnberg keinen neuen Vertrag erhalten hat, wurde nach seinem Comeback im März nach langwieriger Knieverletzung erneut von Knieproblemen zurückgeworfen und dürfte schon alleine deshalb keine Option sein.

Aus dem Kreis der ausländischen Mittelfeldspieler ohne Vertrag stechen derweil zwei Namen ins Auge: zum einen Ludovic Obraniak, wobei der 34-fache Nationalspieler Polens allerdings ein Zehner und kein Sechser ist. Und zum anderen der 17-fache österreichische Auswahlspieler Yasin Pehlivan, der in jungen Jahren als Riesentalent galt, mit mittlerweile 27 aber am Scheideweg steht und nach seiner Zeit bei RB Salzburg weiter auf Vereinssuche ist.