Jahn Regensburg: Bleibt die Mentalität erhalten?

2018/19 das beste Team nach Rückständen

Marco Grüttner

Marco Grüttner und Co. gewann in der abgelaufenen Saison noch vier Spiele nach einem Rückstand. © imago images / DeFodi

In der gerade zu Ende gegangenen Saison geriet nur der MSV Duisburg (24x) häufiger in Rückstand als der SSV Jahn Regensburg, der in 23 Partien eine Aufholjagd starten musste. Nur im Vergleich zu den Zebras, die nach Rückstand kein Spiel gewinnen konnten und nur noch sechs Punkte holten, verbuchte der Jahn noch satte 22 Zähler.

Zwar gingen neun der Spiele mit einem Rückstand letztlich auch verloren, doch in den übrigen 14 Partien wurde bei vier Siegen und zehn Unentschieden noch gepunktet. Eine bemerkenswerte Ausbeute, die freilich kein Zufall war. Denn schon 2017/18 feierte Regensburg nach Rückständen noch fünf Siege und kam auf zwei Remis. Allerdings gingen damals auch 14 von 21 Spielen mit einem Rückstand verloren.

Nichtsdestotrotz war der SSV Jahn 2017/18 mit 17 Punkten immerhin das viertbeste Team der Liga nach Rückständen. Sicherlich seinen Anteil an den Comeback-Qualitäten der Oberpfälzer hatte Trainer Achim Beierlorzer, der von seinen Mannschaften eine aktive Spielweise von der ersten bis zur letzten Minute verlangt und es nicht akzeptiert, vorzeitig die Flinte ins Korn zu werfen.

Gewachsener Kern als wesentlicher Faktor

Und doch darf man in Regensburg hoffen, dass die starke Mentalität auch nach dem Abgang von Beierlorzer zum 1. FC Köln erhalten bleibt. Denn wirft man den Blick noch weiter in die Vergangenheit, zeigt sich auch schon in der 3. Liga 2016/17 eine gute Ausbeute nach Rückständen. Im Aufstiegsjahr unter Trainer Heiko Herrlich sammelte der Jahn nach Rückständen noch 20 Zähler und damit ligaweit die zweitmeisten.

Das spricht dafür, dass die Comeback-Qualitäten vor allem auf einen funktionierenden Mannschaftskern zurückzuführen sind. Dazu gehören Benedikt Saller, Oliver Hein, Sebastian Nachreiner, Andreas Geipl, Jann George und Marco Grüttner, die schon vor drei Jahren dabei waren und auch 2019/20 zum Kader zählen werden. Mit Keeper Philipp Pentke, der schon zu Regionalliga-Zeiten im Jahn-Tor stand, geht neben Trainer Beierlorzer aber ein wichtiger Faktor verloren.

Die sportliche Qualität von Pentke oder auch Sargis Adamyan (TSG 1899 Hoffenheim), Jonas Föhrenbach (1. FC Heidenheim) oder Adrian Fein (war vom FC Bayern München ausgeliehen) ist nun die eine Aufgabe der Verantwortlichen um Geschäftsführer Christian Keller. Den Charakter der Mannschaft zu erhalten und einen passenden Trainer zu finden die andere, die vielleicht noch schwieriger zu erfüllen sein wird.

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