SV Darmstadt 98: Dirk Schuster mit der Qual der Wahl – Muss Dominik Stroh-Engel auf die Bank?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:31

Spätestens mit dem 5:0-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin am Freitagabend dürfte den SV Darmstadt 98 auch der letzte Skeptiker im Aufstiegsrennen auf dem Zettel haben. Nach 16 Spielen in Folge ohne Niederlage ist das Selbstvertrauen der Lilien enorm, wobei die Reise nun aber ausgerechnet zu Fortuna Düsseldorf geht. Gegen die Rheinländer kassierte Darmstadt im Hinspiel mit 1:4 die bislang letzte und noch dazu eine deftige Niederlage.

Mit welcher Formation Trainer Dirk Schuster, der weiterhin den FC Ingolstadt und den 1. FC Kaiserslautern als Top-Favoriten auf den Aufstieg sieht, die Partie in Düsseldorf angehen wird, ist derzeit noch offen. Klar ist aber, dass es unangenehmere Situationen für einen Trainer gibt, als alle Mann an Bord zu haben und ebenso motivierte wie formstarke Akteure in der zweiten Reihe zu wissen.

So kamen gegen Union Milan Ivana, Hanno Behrens und Dominik Stroh-Engel für den kurzfristig verletzten Jan Rosenthal sowie die gesperrten Jerome Gondorf und Dominik Stroh-Engel ins Spiel ohne dass negative Auswirkungen auf die Leistung spürbar gewesen wären. Vielmehr fügten sich alle drei hervorragend ein und unterstrichen ihre Ambitionen auf einen Stammplatz.

Milan Ivana überzeugt

Insbesondere Ivana hat nach einer überragenden Vorstellung als Torschütze und dreifacher Vorbereiter gute Karten, auch in Düsseldorf zu beginnen, womit der dann wieder fitte Rosenthal wieder mit der Jokerrolle vorlieb nehmen müsste. Und der nach seiner Schambeinentzündung überraschend schnell in den Kader zurückgekehrte Tobias Kempe kann dank der guten Leistungen seiner Konkurrenten langsam wieder an die Höchstbelastung herangeführt werden.

Für die Doppelsechs stehen mit Behrens und Gondorf sowie Florian Jungwirth und Yannick Stark gleich vier Alternativen zur Auswahl, von denen Trainer Schuster alle ohne größere Bedenken bringen kann.

Am spannendsten wird aber die Frage nach der Besetzung des Angriffs, wo sich Ronny König bei seinem Startelfdebüt zwar nicht mit einem Tor, aber mit einen engagierten Auftritt durchaus empfehlen konnte. Trainer Schuster wird seinen Worten im „Kicker“ nach zu urteilen aber wohl in Düsseldorf wieder mit dem seit dem 13. Spieltag torlosen Stroh-Engel beginnen: „Wenn man ihn nur an Toren misst, dann könnte man von einer Durststrecke sprechen. Er ist auch dafür zuständig, unsere Defensivarbeit als erster Verteidiger einzuleiten, den Gegner in Pressingsituationen zu lenken und vorne Bälle zu sichern. Er wird von zwei, drei Mann zugedeckt. Ein größeres Kompliment gibt es nicht. Die Tore schießen dann andere.“