SV Darmstadt 98: Vertrauen für Dominik Stroh-Engel – Jan Rosenthal fehlt in Aue

Nach zwei Unentschieden zum Start ins neue Jahr beim VfR Aalen und gegen den TSV 1860 München steht für den SV Darmstadt 98 nun das nächste Duell mit einem Team aus dem Tabellenkeller an. Am Freitagabend gastieren die Lilien beim mit zwei Siegen optimal gestarteten FC Erzgebirge Aue und peilen dort ihren ersten Sieg im neuen Jahr an.

Im Kern wird dabei die gleiche Elf auflaufen wie beim 1:1 gegen die Münchner Löwen, doch weil diese Partie laut Dirk Schuster das „schlechteste Heimspiel“ der Saison war, denkt der Coach auch über die eine oder andere Veränderung nach. Das betrifft insbesondere das rechte Mittelfeld, wo Milan Ivana vermutlich erst einmal keine weitere Chancen mehr erhalten wird. „Sandro Sirigu oder Maurice Exslager kämen in Frage. Wir brauchen in Aue Kämpfer auf dem Platz“, gab Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Einblick in seine Überlegungen.

Keine Option ist dagegen zunächst Jan Rosenthal. Die Leihgabe von Eintracht Frankfurt fehlt in Aue im Kader und ist stattdessen zur Behandlung seiner Oberschenkelprobleme nach Hannover gereist. Und bei Tobias Kempe verzögert sich die Rückkehr nach einer Schambeinentzündung weiter. Kempe absolviert zwar bereits individuelle Training, wird laut Schuster aber erst in „zwei, drei Wochen“ ins Mannschaftstraining einsteigen.

Ronny König neben Dominik Stroh-Engel?

Gespannt darf man sein, mit welcher Offensive Coach Schuster die Partie in Aue angehen wird. Spekulationen darüber, dass der seit acht Spielen erfolglose Torjäger Dominik Stroh-Engel im Erzgebirge zunächst draußen bleiben muss, wischte Schuster entschieden vom Tisch: „Er erledigt seinen Job zu unserer Zufriedenheit. Man sollte sich davon freimachen, ihn nur an Toren zu messen. Jeder gegnerische Trainer warnt vor ihm. Das ist eine Wertschätzung für ihn, macht aber seinen Job schwieriger.“

Gut möglich ist aber, dass Stroh-Engel einen Sturmpartner erhält, nachdem der gelernte Mittelfeldspieler Jerome Gondorf zuletzt zunehmend mit der Rolle als zweiter Spitze fremdelte. Erster Kandidat ist wohl der im Sommer just aus Aue gekommene Ronny König, der sich rechtzeitig vor dem Duell mit seinem Ex-Verein mit einer guten Leistung als Joker gegen die Münchner Löwen empfohlen hat.