SV Sandhausen: Durchlässigkeit weiterhin ein Problem

Eigengewächse mit wenig Spielzeit

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2020 | 13:47
Roman Hauk im SVS-Dress.

Nach 35 Zweitliga-Minuten kehrte Roman Hauk dem SV Sandhausen in diesem Sommer den Rücken. ©imago images/foto2press

Mit Platz zehn in der abgelaufenen Saison stellte der SV Sandhausen bekanntlich seine persönliche Bestmarke, aufgestellt in der Saison 2016/17 ein. Für die kommende, neunte Spielzeit des SVS in der 2. Liga gab Präsident Jürgen Machmeier bereits an, sich eine mutigere Zielsetzung vorstellen zu können.

Verpasst hat Sandhausen in der Spielzeit 2019/20 jedoch das Ziel, welches sich Trainer Uwe Koschinat im Juni 2019 auf die Agenda geschrieben hat: Dem Beispiel von Heidenheim zu folgen und Spielern aus dem eigenen Nachwuchs an die 2. Liga heranzuführen.

Nur 35 Minuten für Hauk

Namentlich Roman Hauk und Jannis Reuss nannte der SVS-Coach vor rund einem Jahr, bezeichnete das Duo als „hoffnungsvolle Innenverteidiger“. In der Defensive fand sich trotzdem kein Platz für die beiden Eigengewächse. Während Hauk am vorletzten Spieltag gegen Dresden immerhin sein Zweitliga-Debüt geben und für 35 Minuten ran durfte, schaffte es Reuss überhaupt nicht in den Kader.

Die Perspektive am Hardtwald scheint das Duo zudem nicht überzeugt zu haben, seine Zukunft sehen beide in der Regionalliga Südwest. Mit Walldorf (Hauk) und Homburg (Reuss) haben beide schon neue Klubs gefunden.

Zur neuen Spielzeit wird nun Benedikt Grawe zur Zweitliga-Mannschaft stoßen. Der Torhüter ist dort als Nummer vier eingeplant, die Aussicht auf Spielpraxis dürfte somit sehr gering sein. Mit Yves Borie (U23), Nnamdi-Morris Igbokwe und Shpetim Xhaka (beide U19) werden drei weitere Akteure als Local Player geführt.

Drei Klassen Unterschied

Knackpunkt bei der geringen Durchlässigkeit zwischen Junioren- und Herrenbereich dürfte aber auch weiterhin der Klassenunterschied sein. Die zweite Mannschaft des SV Sandhausen geht in der Oberliga, also der 5. Liga, an den Start.

Dort belegte der SVS-Nachwuchs mit zwölf Punkten aus 20 Partien abgeschlagen den letzten Platz. Nur der vorzeitige Abbruch der Saison auf Grund von Corona und der beschlossene Verzicht auf Absteiger sorgte dafür, dass die Mannschaft nicht nach bereits einem Jahr wieder in der sechstklassigen Verbandsliga aufschlägt.