SV Sandhausen: Ein denkbar schlechter Re-Start

Die Lage im Tabellenkeller spitzt sich zu

Dennis Diekmeier

Für Dennis Diekmeier war beim Re-Start schon nach vier Minuten Schluss. © imago images / Jan Hübner

Nach nur etwas mehr als drei Minuten im leeren Erzgebirgsstadion hat sich wohl so mancher aus dem Tross des SV Sandhausen zumindest kurzzeitig gewünscht, dass der Re-Start der 2. Bundesliga noch nicht über die Bühne gegangen wäre. Denn für den SVS hätte der Auftakt nach über zwei Monaten Unterbrechung mit der roten Karte für Kapitän Dennis Diekmeier in der vierten Minuten und dem anschließend von Dimitrij Nazarov zur Auer Führung verwandelten Elfmeter kaum schlechter verlaufen können.

Am Ende stand eine 1:3-Niederlage, mit der sich die Lage des SVS im Tabellenkeller weiter zugespitzt hat. Weil im Parallelspiel der Karlsruher SC gegen Darmstadt 98 einen 1:0-Sieg feiern konnte, ist der Sandhäuser Vorsprung auf Relegationsplatz 16 schon vor dem Ende des Spieltages auf nur noch zwei Punkte geschrumpft.

Das Restprogramm als schweres Handicap

Natürlich war die Schlüsselszene der Partie bei der Analyse schnell ausgemacht. Während nicht nur Geschäftsführer Volker Piegsa, der zu Wochenbeginn noch vor einem Fehlstart gewarnt hatte, die allerdings regelkonforme Doppelbestrafung beim Elfmeter auf der vereinseigenen Webseite als „klare Fehlentscheidung“ bezeichnete, war Trainer Uwe Koschinat auch darum bemüht, Positives aus den 90 Minuten von Aue zu ziehen.

Unsere erste Halbzeit hat uns Mut gemacht. (Uwe Koschinat)

„Wir haben nach dem Platzverweis die Umstellung auf ein neues System gut hinbekommen und die Unterzahl wettgemacht. Ich muss meiner Mannschaft da ein Kompliment machen, unsere erste Halbzeit hat uns Mut gemacht. Wir hatten nach der Pause zwei gute Chancen, da war uns das 1:1 leider nicht vergönnt. Mit dem Doppelschlag zum 0:3 war die Partie dann entschieden. Der Anschlusstreffer spricht für die Moral unserer Mannschaft“, so Koschinat, der sich aber natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht hätte.

Nicht zuletzt deshalb, weil über dem SVS unverändert das Damoklesschwert eines äußerst schwierigen Restprogramms schwebt. An drei der letzten vier Spieltage geht es gegen Arminia Bielefeld, zum VfB Stuttgart und zum Hamburger SV. In Sandhausen täte man folglich gut daran, in den nächsten Wochen reichlich zu punkten.