SV Sandhausen: Eine echte Chance für Philipp Klingmann?

Routinier vor erstem Startelfeinsatz seit Dezember 2018

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 22.05.20 | 08:05
Philipp Klingmann

War seit der Ankunft von Dennis Diekmeier nur noch Reservist: Philipp Klingmann. © imago images / foto2press

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen Jahn Regensburg ist der Druck ernorm, der auf dem SV Sandhausen lastet. Können nach sieben sieglosen Spielen mit nur zwei Unentschieden und sieben Niederlagen erneut keine drei Punkte eingefahren werden, droht der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat der Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Ausgerechnet in dieser brenzligen Situation muss mit Dennis Diekmeier nun auch noch der Kapitän ersetzt werden, der vergangene Woche bei Erzgebirge Aue (1:3) aufgrund einer Notbremse eine ebenso frühe wie harte rote Karte sah. Zwar beließ es das DFB-Sportgericht wie erwartet bei einer Sperre von einem Spiel, doch gegen Regensburg fehlt der 30-Jährige als Antreiber auf der rechten Außenbahn.

Seit seiner Unterschrift beim SVS im Januar 2019 stand Diekmeier in allen 42 Ligaspielen in der Startelf und verpasste bis zum Platzverweis in Aue nicht einmal eine Minute. Nun steht Coach Koschinat vor der schwierigen Aufgabe, den Leader ersetzen zu müssen.

Klingmann bis zur Diekmeier-Verpflichtung jahrelang gesetzt

Das Fehlen Diekmeiers beschert voraussichtlich Philipp Klingmann, der in Aue nach der Pause zu seinem Saisondebüt kam, eine Chance in der Anfangsformation. Klingmann war bis zur Ankunft Diekmeiers dreieinhalb Jahre lang eine feste Größe auf Sandhausens rechter Abwehrseite, rutschte seitdem aber komplett ins zweite Glied. In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit reichte es nur noch zu einem Kurzeinsatz und bis zur Partie in Aue war der 32-Jährige in der laufenden Saison gar nicht gefragt.

Allerdings ist eher fraglich, dass die Begegnung gegen Regensburg für Klingmann zum Wendepunkt werden kann. Denn selbst im Falle eines überzeugenden Auftritts, würde Trainer Koschinat danach im Kellerduell beim SV Wehen Wiesbaden kaum auf den dann wieder verfügbaren Kapitän Diekmeier verzichten.

Angesichts eines auslaufenden Vertrages kann Klingmann die Partie gegen den Jahn aber in jedem Fall nutzen, um Werbung in eigener Sache zu machen – sei es im Hinblick auf eine Verlängerung oder auch auf potentielle neue Arbeitgeber.