SV Sandhausen: Es hakt im Offensivspiel

Torgefahr aus dem Mittelfeld wird gesucht

Philip Türpitz

Ein Kandidat, der die Torgefahr aus dem Mittelfeld erhöhen könnte: Philip Türpitz. © imago images / foto2press

Wenn der SV Sandhausen am Montagabend den SV Wehen Wiesbaden erwartet, könnte es sich tabellarisch um ein Kellerduell handeln. Aktuell rangiert der SVS zwar noch auf einem soliden elften Tabellenplatz, doch bis zur letzten Partie des elften Spieltages ist je nach Ergebnissen auf den anderen Plätzen ein Abrutschen bis auf Rang 15 möglich – und mit dem SVWW reist definitiv das Schlusslicht an.

Dabei sah es für Sandhausen nach drei Siegen in Folge vom dritten bis zum fünften Spieltag nach einer sorgenfreien Saison aus, ehe die unglückliche 0:1-Niederlage im Derby beim Karlsruher SC einen bis heute anhaltenden Negativtrend einleitete. Seitdem holte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat nur noch zwei von 15 möglichen Punkten und erzielte in 450 Minuten lediglich drei Tore.

Gemeinsam mit drei anderen Klubs (Hannover, Darmstadt, Osnabrück) stellt der SVS auch wegen der wenig ertragreichen letzten Spiele mit zehn Toren die derzeit schwächste Offensive der Liga. Und mit Blick auf das jüngste 0:1 bei Jahn Regensburg scheint in dieser Hinsicht kaum Besserung in Sicht.

Abgang von Philipp Förster nach wie vor nicht kompensiert

Das Duo Aziz Bouhaddouz und Kevin Behrens im Sturm hat zwar nicht nur beim 2:2 im letzten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue, als beide erfolgreich waren, schon seine Qualitäten im Abschluss gezeigt, doch seit dem Abgang von Philipp Förster (VfB Stuttgart), der beim letzten Sieg Ende August gegen Darmstadt 98 (1:0) noch mitwirkte, fehlt die Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff sowie nicht zuletzt auch die Torgefahr aus der zweiten Reihe.

Trainer Koschinat hat in den letzten Wochen einiges probiert, bislang aber noch nicht die passende Lösung gefunden, um den Verlust Försters zu kompensieren. In Regensburg begann der SVS zum zweiten Mal in Folge mit einem 4-4-2 samt Mittelfeldraute, das mit Blick auf die Doppelspitze Behrens und Bouhaddouz durchaus passen könnte.

Im Mittelfeld gilt es aber noch, die optimale Besetzung zu finden, insbesondere im Hinblick auf das Spiel nach vorne. Mit Philip Türpitz und Besar Halimi wurden in Regensburg zwei Akteure, die ein gewisses Maß an Kreativität und Torgefahr mitbringen, nur eingewechselt. Zuvor hatten Julius Biada und Robin Scheu ihre Chance nicht nutzen können. Möglich, dass gegen Wehen Wiesbaden deshalb wieder Türpitz und/oder Halimi ran dürfen, die bisher freilich auch noch nicht über positive Ansätze hinaus gekommen sind.

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