SV Sandhausen: Gute Erinnerungen ans letzte Jahr

Koschinat-Elf 2018/19 mit starkem Endspurt

Uwe Koschinat

Uwe Koschinat hatte im Frühjahr 2019 häufig Grund zum Jubeln. © imago images / Zink

Seit vergangener Woche trainiert auch der SV Sandhausen zumindest wieder in kleinen Gruppen auf dem Rasen. Wie allerorten in der Liga ist auch am Hardtwald die Hoffnung vorhanden, zeitnah wieder in Mannschaftsstärke „richtig trainieren“ zu können und möglichst in der ersten Mai-Hälfte mit den noch ausstehenden neun Spieltagen zu starten.

Dann geht es für den SVS in erster Linie um den Klassenerhalt. Platz 13 und vier Punkte Vorsprung auf Rang 16 sind diesbezüglich zwar eine ordentliche Ausgangsposition, aber auch noch lange kein Ruhekissen, zumal der Trend mit nur zwei Zählern aus den letzten sechs Partien alles andere als positiv war.

Als Mutmacher dient indes der Rückblick auf die vergangene Saison. Nach 24 Spieltagen steckte Sandhausen damals als Tabellenschlusslicht mit nur 17 Punkten tief im Schlamassel. Der bereits im Oktober 2018 vollzogene Trainerwechsel von Kenan Kocak zu Uwe Koschinat schien weitgehend verpufft und das rettende Ufer war bereits fünf Zähler entfernt.

Aufholjagd mit 21 Punkten aus den letzten zehn Spielen

Dann aber wurde ein 1:0-Erfolg im Kellerduell Mitte März beim 1. FC Magdeburg zur Initialzündung für eine kaum für möglich gehaltene Aufholjagd. Inklusive der Partie in Magdeburg blieb der SVS achtmal in Folge ungeschlagen und feierte bei zwei Unentschieden sechs Siege. Nach einer 0:3-Heimpleite am 33. Spieltag gegen Arminia Bielefeld musste zwar trotz dieses Zwischenspurts bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gebangt werden, für den im Saisonfinale in letzter Konsequenz das 2:2 bei Jahn Regensburg aber gar nicht mehr nötig gewesen wäre.

Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit ist die Ausgangsposition nun zwar weitaus besser, doch muss man beim SVS nicht zuletzt wegen der eigenen Geschichte auf der Hut sein. Denn sollten ein oder vielleicht auch zwei Vereine aus der gefährdeten Zone bei einem Re-Start der Saison plötzlich einen ähnlichen Lauf erwischen wie die Koschinat-Elf im letzten Jahr, könnte es ohne eigene Erfolge noch richtig eng werden.