SV Sandhausen: Im Abstiegsfall droht ein Neuaufbau

Nur wenige Spieler mit Verträgen für die 3. Liga

Otmar Schork

Muss derzeit zweigleisig planen: Otmar Schork © Imago / Nordphoto

Beim SV Sandhausen ist man sich der Bedeutung der anstehenden Partie gegen Erzgebirge Aue bewusst. Angesichts von neun Punkten Rückstand auf die Veilchen würde im Falle einer Niederlage ein Konkurrent im Abstiegskampf wohl endgültig außer Reichweite geraten, könnte auf der anderen Seite mit einem Sieg aber mit in den Sumpf gezogen werden.

Entscheidend freilich ist der Rückstand ans rettende Ufer, der vor dem 24. Spieltag mit fünf Punkten auch schon beträchtlich ist. Im Schlagdistanz befindet sich lediglich der zwei Zähler entfernte Relegationsplatz. Klar ist damit, dass gegen Aue eigentlich nur drei Punkte zählen.

Mit dem Schönreden ist jetzt Schluss. (Uwe Koschinat)

Trainer Uwe Koschinat machte denn auf der gestrigen Pressekonferenz auch deutlich, dass es diesmal nicht bei Komplimenten für eine gute Leistung wie beim jüngsten 1:3 beim 1. FC Köln bleiben soll, sondern Punkte her müssen: „Wir wissen, was auf uns zukommt und wir wissen auch, dass das eine schwierige Aufgabe für uns wird. Aber mit dem Schönreden ist jetzt Schluss.“

Mit Koschinat, aber ohne die meisten Spieler in die 3. Liga?

Nichtsdestotrotz muss man sich in Sandhausen natürlich auch mit dem Worst-Case-Szenario auseinandersetzen. Sollte es tatsächlich in die 3. Liga gehen, käme es am Hardtwald möglicherweise zu einem größeren Umbruch. Zwar hat Präsident Jürgen Machmeier bereits angedeutet, mit Trainer Koschinat gegebenenfalls auch im Abstiegsfall weiterarbeiten zu wollen, doch der Kader könnte ein stark verändertes Gesicht erhalten.

Bis auf wenige Ausnahmen haben die Verträge in der 3. Liga keine Gültigkeit. (Otmar Schork)

Denn wie Geschäftsführer Otmar Schork nun gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung einräumte, wären im Falle des Abstiegs nur wenige Profis weiter an den SVS gebunden: „Bis auf wenige Ausnahmen haben die Verträge in der 3. Liga keine Gültigkeit“, so Schork, der natürlich hinter den Kulissen derzeit zweigleisig plant, die Überlegungen für die 3. Liga aber letztlich gerne in der Schublade lassen würde.

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