SV Sandhausen: Mit sattem Polster in den schwierigen Endspurt

Der Klassenerhalt ist zum Greifen nahe

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.20 | 18:29
Uwe Koschinat

Hat aktuell reichlich Grund zur Freude: Uwe Koschinat. © imago images / Zink

Mit der 1:3-Niederlage bei Erzgebirge Aue setzte sich beim Re-Start der 2. Bundesliga Mitte Mai der bereits vor der Corona-Pause begonnene Abwärtstrend des SV Sandhausen nahtlos fort. Nach nur zwei Punkten aus den sieben Spielen zuvor standen die Kurpfälzer angesichts eines auf einen Zähler geschrumpften Vorsprungs auf die Abstiegszone im Heimspiel gegen Jahn Regensburg schon mächtig unter Druck, kamen indes nicht über ein 0:0 hinaus.

Zu diesem Zeitpunkt mehrten sich die Stimmen der Skeptiker, die Sandhausen auch aufgrund eines richtig schwierigen Restprogramms mit Spielen gegen die Top-Drei an den letzten vier Spieltagen den Sturz in die Drittklassigkeit prophezeiten. Auf jeden Fall aber war klar, dass der SVS sich vor dem Endspurt besser ein größeres Polster zulegen sollte – und genau das ist auf überaus beeindruckende Art und Weise gelungen.

Beim SV Wehen Wiesbaden (1:0), gegen Hannover 96 (3:1) und nun am Freitagabend bei Greuther Fürth (2:1) landete die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat drei Siege in Serie. Zumindest für eine Nacht beträgt der Vorsprung auf Rang 16 nun schon neun Punkte. Nicht unwahrscheinlich sogar, dass die aktuellen 39 Zähler bereits für den Klassenerhalt reichen, zumal zwischen dem auf Platz acht gekletterten SVS und der gefährdeten Zone zahlreiche andere, stärker gefährdete Teams liegen.

Jürgen Machmeier glaubt an weitere Punkte

In der momentanen Verfassung sind Sandhausen freilich auch gegen die Spitzenteams sowie am vorletzten Spieltag zu Hause gegen Dynamo Dresden weitere Erfolge zuzutrauen. Präsident Jürgen Machmeier äußerte sich denn auch auf der vereinseigenen Webseite sehr zuversichtlich: „Wir sind dem Klassenverbleib mit dem Sieg jetzt ganz nahe gekommen. So wie die Mannschaft jetzt auftritt, bin ich davon überzeugt, dass wir noch einige Punkte holen werden.“

Bei Trainer Uwe Koschinat, dem mit der Umstellung auf Fünferkette vor dem Spiel gegen Regensburg der vielleicht entscheidende Kniff gelungen ist, überwog derweil die Erleichterung nach intensiven Wochen, die freilich erst einmal noch eine Fortsetzung finden. Allerdings mit einer deutlich verbesserten Ausgangsposition, von der nach der Niederlage in Aue vermutlich selbst die kühnsten Optimisten am Hardtwald nicht zu träumen gewagt hätten.

Das Restprogramm des SV Sandhausen