SV Sandhausen muss schnell reinkommen

Kaum Chance auf Korrekturen

Uwe Koschinat vom SV Sandhausen

Uwe Koschinat versucht beim SV Sandhausen die Stimmung hoch zu halten. ©Imago images/Nordphoto

Mit einem eher unbestimmten Gefühl geht der SV Sandhausen in die Restsaison, die mit dem Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue beginnt. Es gäbe sicher leichtere Aufgaben, als beim drittbesten Heimteam der Liga zu versuchen, wieder in Tritt zu kommen, zumal Top-Torjäger Kevin Behrens gesperrt fehlt.

Eine Wahl hat der SVS freilich nicht. „Wir haben nur noch neun Spieltage, da kann man nicht mehr viel korrigieren. Wer drei bis vier Spiele braucht, um sich auf die neue Situation einzustellen, bekommt ein Problem“, stellt Geschäftsführer Volker Piegsa in der Rhein-Neckar-Zeitung klar.

Vorteil gegenüber Aue?

Mit einem knappen Kader gibt es für Trainer Uwe Koschinat ohnehin nicht viele Handlungsmöglichkeiten, sollten die Hardtwälder einen Fehlstart hinlegen und der Vorsprung von aktuell vier Punkten auf den Relegationsrang weiter schmelzen. Mit nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen war Sandhausen in die Zwangspause gegangen.

Daher gilt es nun in der Woche „Quarantäne-Training“ im Hotel möglichst gut den Ernstfall zu proben. Einen kleinen Vorteil hat der SVS immerhin, denn Aue musste seine Rückkehr ins Team-Training vergangene Woche wegen eine positiven Corona-Tests unterbrechen. Seit Freitag sind aber auch die Sachsen wieder auf dem Platz.

Gegenüber anderen Teams könnte sich ein Pluspunkt der Kurpfälzer allerdings erledigt haben: Der lange Atem, der dem SVS sechs Punkte durch späte Tore sicherte, dürfte nach wochenlangem reinen Konditionstraining nun bei den meisten Zweitligisten gegeben sein. Heidenheims Oliver Hüsing beispielsweise erklärte jüngst, nach den ständigen Laufeinheiten so fit wie nie zu sein.