SV Sandhausen: Niederlage in Köln als Mutmacher

Tim Kister fehlt gegen Aue

Otmar Schork

Wünscht sich eine starke Leistung über 90 Minuten: Otmar Schork © Imago / Nordphoto

Weil auch der FC Ingolstadt (0:1 beim FC St. Pauli) verloren hat, bleibt der Rückstand des SV Sandhausen auf Relegationsplatz 16 auch nach 23 Spieltagen bei zwei Punkten. Allerdings könnten aus den derzeit vier Zählern bis zum rettenden Ufer noch sieben werden, sollte der 1. FC Magdeburg seinen Erfolgslauf heute gegen den SC Paderborn fortsetzen.

Der SVS durfte seinerseits am Samstagnachmittag lange auf überraschende Big-Points hoffen, ehe sich in der Schlussphase die individuelle Klasse des 1. FC Köln nicht zuletzt in Person der eingewechselten Louis Schaub und Anthony Modeste doch als eine Nummer zu groß erwies. Unter dem Strich stand in der Domstadt nach früher Führung durch Andrew Wooten noch eine 1:3-Niederlage und damit die dritte Pleite im fünften Spiel nach der Winterpause.

Vor der Halbzeit kaum unter Druck

Nichtsdestotrotz konnte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat mit einem positiven Gefühl die Heimreise antreten, fand der 1. FC Köln doch insbesondere in der ersten Halbzeit überhaupt keine Mittel gegen das geschickte Defensivverhalten der Kurpfälzer, die früh attackierten und so den Druck weitgehend vom eigenen Tor weghalten konnten.

Wir müssen die Leistung aus der ersten Halbzeit über 90 Minuten abliefern. (Otmar Schork)

Geschäftsführer Otmar Schork wünscht sich auf der offiziellen Vereinshomepage freilich eine solche Vorstellung über die gesamte Spielzeit: „Wir haben wiederum ein starkes Spiel abgeliefert, müssen aber mit leeren Händen nach Hause fahren. Die kommenden Spiele werden immens wichtig sein, wir müssen die Leistung aus der ersten Halbzeit über 90 Minuten abliefern.“

Auswechslungen von Kister und Karl als Knackpunkte

In der Tat warten nun zu Hause gegen Erzgebirge Aue, beim 1. FC Magdeburg, gegen den FC St. Pauli und beim FC Ingolstadt richtungsweisende Duelle. Zumindest gegen Aue muss Sandhausen auf Tim Kister verzichten, der sich die fünfte gelbe Karte einhandelte.

Allerdings musste der Innenverteidiger auch wegen einer Sprunggelenksverletzung ebenso vorzeitig ausgewechselt werden wie Markus Karl wegen einer blutenden Kopfwunde. Im Verlust der beiden Routiniers sah Coach Koschinat in Köln auch einen Knackpunkt: „Dadurch wurden mir nicht nur Wechseloptionen genommen, sondern die Stabilität hat merklich nachgelassen.“

Ich glaube nicht, dass es was Ernstes ist. (Tim Kister)

Wie schwer es Kister erwischt hat, ist noch unklar. Der 32-Jährige, der im letzten Jahr zwei Mittelfußbrüche erlitt und jeweils lange pausieren musste, zeigt sich aber zuversichtlich: „Ich bin im Zweikampf umgeknickt und werde am Montag zum Arzt gehen. Ich glaube aber nicht, dass es was Ernstes ist.“

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