SV Sandhausen: Reicht der Kader für den Endspurt?

Kein Verein hat weniger Spieler eingesetzt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.20 | 08:24
Uwe Koschinat

Hat ligaweit die wenigsten Spieler eingesetzt: Uwe Koschinat. © imago images / pmk

Die Anzeichen dafür, dass es in der Bundesliga und der 2. Bundesliga auf absehbare Zeit weitergehen wird, mehren sich. Diese Entwicklung verfolgt man natürlich auch beim SV Sandhausen genau, der bereit sein will, wenn es an den letzten neun Spieltagen zuvorderst um den Klassenerhalt geht. Dabei darf man gespannt sein, ob es Trainer Uwe Koschinat gelingt, weiterhin mit vergleichsweise wenigen Spielern über die Runden zu kommen.

Bislang setzte Koschinat in dieser Saison 22 und damit ligaweit die wenigsten Akteure ein, von denen der kurz nach dem Saisonstart zum VfB Stuttgart gewechselte Philipp Förster und Erik Zenga nach einem im Herbst erlittenen Kreuzbandriss aber im Endspurt jeweils nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Lässt man zudem die jeweils nur zweimal eingesetzten Sören Dieckmann und Enrique Peña Zauner außen vor, verfügt Koschinat letztlich über einen Kern von nur 18 Akteuren.

Verlaat und Klingmann noch ohne Einsatz

Passieren darf deshalb nicht übermäßig viel. Insbesondere eine coronabedingte Quarantäne von mehreren Akteuren könnte sich für den SVS fatal auswirken. Auch, da die Möglichkeit, der DFL-Empfehlung, „frühzeitig für einen ausreichend großen Kader“ für das Saisonfinale zu sorgen, aufgrund der nur jeweils in der Oberliga spielenden U23 und U19 lediglich eingeschränkt vorhanden war bzw. ist.

Mit Jesper Verlaat und Philipp Klingmann befinden sich aber zumindest noch zwei zweitligaerprobte, in dieser Saison allerdings noch gar nicht zum Zug gekommene Akteure in der Hinterhand, ebenso die auch noch nicht benötigten Ersatztorhüter Rick Wulle und Philipp Heerwagen. Sofern nichts Außergewöhnliches passiert, was in Corona-Zeiten aber zumindest nicht vorab ausgeschlossen werden sollte, dürfte das vorhandene Aufgebot somit reichen.

Bemerkenswert ist angesichts der genannten Zahlen derweil die gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung erfolgte Andeutung von Präsident Jürgen Machmeier, dass der Kader für die nächste Saison um ein bis zwei Spieler verkleinert werden könnte. Bis die Planungen in dieser Hinsicht abgeschlossen werden können, wird aber laut Machmeier noch einige Zeit vergehen.