SV Sandhausen: Schiele offen für Systemwechsel

Innenverteidiger werden knapp

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 09.12.2020 | 13:30
Aleksandr Zhirov bei der Spieleröffnung.

Aleksandr Zhirov ist für das Heimspiel gegen Fürth ein Wackelkandidat. ©imago images/Jan Huebner

Nur an kleinen Stellschrauben hat Michael Schiele bislang beim SV Sandhausen gedreht. Die 3-4-1-2-Formation, die bereits sein Vorgänger Uwe Koschinat größtenteils spielen ließ, war auch in den beiden Partien unter dem 42-Jährigen erste Wahl. Das könnte sich nun gegen Greuther Fürth ändern, da am Hardtwald die Innenverteidiger knapp werden.

Tim Kister ist nach einem Meniskuseinriss definitiv noch keine Option, bei Aleksandr Zhirov wird es „sehr eng“, wie Schiele auf der Pressekonferenz am Mittwoch sagte. Sollte der Russe für das Flutlichtspiel am Freitag passen müssen, bleiben mit Gerrit Nauber und Nils Röseler nur noch zwei gelernte Innenverteidiger übrig.

über die Grundordnung gegen Greuther Fürth
„ Wir könnten aber auch auf eine Viererkette umstellen. ”
SVS-Coach Michael Schiele

Schiele wird in diesem Fall umschulen müssen. Bereits nach Zhirovs Verletzung beim 3:2 über Würzburg war das der Fall, mit Ivan Paurevic durfte sich ein defensiver Mittelfeldspieler in der Dreierkette zeigen, machte seine Sache dort ordentlich und krönte sein Comeback nach rund einem halben Jahr mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1.

Der Rechtsfuß ist eine von drei Alternativen, die Schiele für einen Zhirov-Ausfall benannte. Erik Zenga oder Denis Linsmayer kann er sich ebenso in einer Dreierkette vorstellen, diese muss aber nicht in Stein gemeißelt sein. „Wir könnten aber auch auf eine Viererkette umstellen“, ist Schiele vor seinem dritten Spiel als Verantwortlicher an der Seitenlinie auch bereit, die Grundordnung zu verändern.

Gute Karten für Paurevic

Sollte es trotz dieser Überlegungen weiterhin bei einer Dreierkette bleiben, dürfte Paurevic gute Chancen haben, der Startelf anzugehören. Als „sehr wichtig für uns“ bezeichnete Schiele den 29-Jährigen nach dessen Hereinnahme gegen die Kickers, der Treffer dürfte ihm zusätzliches Selbstvertrauen verliehen haben.

Wird es doch eine Viererkette, scheinen Nauber und Röseler die Nase vorne zu haben. Paurevic könnte dann aber wieder eine Option im defensiven Mittelfeld darstellen, um so das Zentrum kompakter zu gestalten, als es in dieser Saison bislang am Hardtwald der Fall war: Mit 18 Gegentoren stellt der SVS die fünftschwächste Defensive der Liga.