SV Sandhausen: War der Höler-Verkauf ein Fehler?

2018 erst ein Tor erzielt

Lucas Höler

Seine Tore werden vermisst: Lucas Höler stürmt nun für den SC Freiburg © Imago / Sportnah

Nach einem guten Start mit vier Punkten aus den Spielen beim FC Ingolstadt (0:0) und gegen Dynamo Dresden (0:1) brachte der Freitagabend für den SV Sandhausen den ersten Rückschlag im neuen Jahr. Bei Fortuna Düsseldorf kassierten die Kurpfälzer eine durchaus unglückliche 0:1-Niederlage, die indes gestern nicht das beherrschende Thema war.

Vielmehr stand die Sorge um Philipp Klingmann im Mittelpunkt, der kurz nach der Pause nach einem Zusammenprall mit Düsseldorfs Genki Haraguchi ausgewechselt und ins Düsseldorfer Uniklinikum gebracht werden musste. Wie der SVS am Samstag auf seiner Webseite bekannt gab, erlitt der 29 Jahre alte Rechtsverteidiger einen Schädelbruch, der eine längere Pause zur Folge haben dürfte.

Nur Linsmayer trifft im Jahr 2018

Sorgen bereitet Trainer Kenan Kocak indes nicht nur der Ausfall von Klingmann, sondern sicherlich auch die mangelnde Durchschlagskraft seiner Offensive. In den drei Spielen nach der Winterpause erzielte der SVS nur einen Treffer und für diesen zeichnete mit Denis Linsmayer ein defensiver Mittelfeldspieler verantwortlich.

Vor dem Winter war Sandhausen zwar auch keine Offensivmacht, brachte es aber in 18 Spielen immerhin auf 24 Treffer. Sieben davon gingen auf das Konto des im Winter zum SC Freiburg gewechselten Lucas Höler, dessen Verlust bislang nicht aufgefangen werden konnte. Aus wirtschaftlicher Sicht war der Verkauf des 23-Jährigen, der unbedingt wechseln wollte und es in Freiburg auf Anhieb zum Stammspieler gebracht hat, sicher lukrativ und auch richtig.

Doch gleichzeitig muss man nach jetzigem Stand konstatieren, dass die Freigabe für Höler unter sportlichen Aspekten ein Fehler war, zumal Andrew Wooten (Muskelbündelriss) als potentiell gleichwertiger Ersatz weiter fehlt. Noch besteht aber die Hoffnung, dass der immerhin auch schon sechsmal erfolgreiche Richard Sukuta-Pasu in die Bresche springen kann.

Die übrigen Angreifer – Haji Wright, Sahin Aygünes, Jose-Pierre Vunguidica und Julian Derstroff – haben derweil allesamt noch nicht den Beweis erbracht, in der 2. Liga regelmäßig treffen zu können.

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