TSV 1860 München: Ivica Olic macht weiter

Vitus Eicher forciert seinen Abschied

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 15.12.16 | 08:43
Ivica Olic

Ivica Olic ist auch nach der Winterpause im Löwen-Trikot zu sehen © Imago

Rund um den TSV 1860 München geht es alles andere als ruhig zu und die Prognose, dass sich daran auf absehbare Zeit nicht allzu viel ändern wird, scheint nicht sonderlich gewagt. Immerhin aber kann man an der Grünwalder Straße nun eine Baustelle schließen, denn Ivica Olic hat seine noch Ende Oktober geäußerten Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende schon in der Winterpause verworfen.

„ Ich mache auf jeden Fall bis zum Sommer weiter. ”
Ivica Olic

„Ich mache auf jeden Fall bis zum Sommer weiter. Ich habe mein Knie derzeit gut im Griff“, erklärte der 37 Jahre alte Kroate gegenüber dieblaue24 und brachte zugleich seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es mit den Löwen nach der Winterpause unter neuer Leitung aufwärts geht: „Ich hoffe, dass bald der neue Trainer präsentiert wird. Das ist für mich der wichtigste Punkt im Verein. Wenn der Trainer feststeht, dann wird er sicher schnell damit anfangen, uns als Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.“

Fall Eicher voller Brisanz

Während also klar ist, dass Olic auch nach der Winterpause zum Kader zählen wird, sorgt die Personalie des vom 1. FC Heidenheim umworbenen Vitus Eicher nach wie vor für Brisanz. Nachdem Interims-Geschäftsführer Anthony Power für einen Wechsel des derzeit nur dritten Torhüters eine Ablöse in Höhe von 500.000 Euro aufgerufen hat, äußerte Eicher nun via Bild sein Unverständnis und betonte, den Verein im Winter verlassen zu wollen: „Ich möchte eine sportliche Veränderung, das ist doch logisch in meiner Situation. Ich bin Profi-Torhüter, und wenn ich so eine Chance bekomme, möchte ich sie nutzen.“

„ Ich möchte eine sportliche Veränderung. ”
Vitus Eicher

Dass Eicher vom entlassenen Geschäftsführer Thomas Eichin schon die Zusage für einen Wechsel hatte, sorgt ebenso für Brisanz wie die Aussagen von Präsident Peter Cassalette, der „eine Lösung im Sinne des Vereins und des Spielers“ finden möchte, dafür aber wohl eine Gegenposition zu Power und damit letztlich auch zu Investor Hasan Ismaik einnehmen müsste.

Denn alles andere als eine maximal im niedrigen sechsstelligen Bereich liegende Ablöse scheint für den ohnehin nur noch bis Saisonende unter Vertrag stehenden Schlussmann illusorisch. Dass Power deutlich von seinen utopischen Forderungen abrückt, ist nach den klaren öffentlichen Äußerungen indes nicht zu erwarten.