TSV 1860 München: Miazga statt Niedermeier?

Interessen an Ausleihe des Chelsea-Talents

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 23.08.16 | 09:08
Thomas Eichin

Landet Thomas Eichin auch für die Defensive einen Coup? © Imago

Morgen in einer Woche schließt der Transfermarkt für diesen Sommer seine Pforten. Ab dem 1. September können bis Jahresende dann nur noch vertragslose Spieler verpflichtet werden, während alle weiteren Wechsel bis in den Winter warten müssen.

Solange will sich der TSV 1860 München mit seiner Suche nach einem neuen Innenverteidiger freilich nicht Zeit lassen. Möglichst schon zu Beginn der kommenden Woche und damit am Anfang der Länderspielpause soll der neue Mann für das Abwehrzentrum mittrainieren, um danach nicht nur direkt eine vollwertige Alternative, sondern im Optimalfall gleich eine Verstärkung zu sein.

Nicht bestätigt hat sich bislang die Meldung, dass Georg Niedermeier kurz vor der Unterschrift bei den Löwen stehen soll. Ob der 30-Jährige wie der noch ein Jahr ältere Schweizer Philippe Senderos überhaupt noch ein Thema ist, scheint ohnehin fraglich. Laut dieblaue24 hat man sich bei den Löwen intern darauf verständigt, dass die Mannschaft insgesamt nicht zu alt werden soll. Sollten sich andere Optionen zerschlagen, könnten die beiden seit 1. Juli vereinslosen Routiniers aber auch nach dem 31. August noch verpflichtet werden.

Miazga bei Chelsea nur zweite Wahl

Nicht unwahrscheinlich aber, dass Niedermeier und Senderos nicht an der Grünwalder Straße aufschlagen, sondern Sportdirektor Thomas Eichin für einen weiteren Paukenschlag sorgt. Denn laut Bild ist auch der 21 Jahre alte US-Nationalspieler Matt Miazga vom FC Chelsea ein Thema bei den Löwen.

Miazga kam im Januar für umgerechnet rund 4,6 Millionen Euro von den New York Red Bulls zu Chelsea, steht bei den Blues aber klar im zweiten Glied. Damit der talentierte Defensivmann Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln kann, würde Chelsea Miazga wohl verleihen.

Dass Eichin gute Beziehungen nach London unterhält und auch für seinen letzten Arbeitgeber Werder Bremen mit Papy Djilobodji einen Chelsea-Spieler ausleihen konnte, dürfte kein Nachteil sein. Allerdings ist gut möglich, dass auch andere Vereine Miazga auf der Liste haben, der andernorts vielleicht aus erstklassig spielen könnte.