TSV 1860 München: Zu großer Kader als Problem?

Frist für Carlgren-Transfer verpasst

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 02.02.17 | 07:35
Vitor Pereira

Muss bis Sommer mit 35 Profis arbeiten: Vitor Pereira © Imago

Anders als eigentlich geplant, hat es der TSV 1860 München nicht mehr geschafft, auf den letzten Drücker auch noch einen neuen Torwart zu verpflichten. Dabei waren sich die Löwen mit dem schwedischen Nationalkeeper Patrik Carlgren bereits einig, doch letztlich ging der Deal nicht mehr rechtzeitig über die Bühne.

Wie Bild berichtet, waren die Verhandlungen zwischen beiden Seiten bereits gegen 15 Uhr abgeschlossen, doch nachdem kurz vor 18 Uhr die Verträge unterzeichnet waren, verpassten es die Löwen bis zur Deadline eben um 18 Uhr, die nötigen Unterlagen an die DFL zu schicken. Dadurch ist der Transfer doch noch geplatzt, denn Ausnahmegenehmigungen in derlei Fällen erteilt die DFL nicht.

Matmour lehnt Vertragsauflösung ab

Auch ohne Carlgren und trotz des Last-Minute-Abgang des an den Karlsruher SC verliehenen Stefan Mugosa ist der Kader des TSV 1860 mit 35 Profis viel zu groß. Weitere Versuche, das Personal auszudünnen, waren nicht von Erfolg geprägt. So lehnte Karim Matmour nach Informationen des „Kicker“ (Ausgabe 11/2017 vom 02.02.2017) eine Vertragsauflösung ab und auch andere Spieler waren trotz geringer Perspektiven offenbar nicht dazu bereit, den Verein verlassen.

Bis zum Sommer muss Trainer Vitor Pereira, der am liebsten mit einem 24 Mann umfassenden Aufgebot arbeitet, also in einigen Bereichen improvisieren und mit suboptimalen Voraussetzungen zurechtkommen. Der Portugiese wird auf jeden Fall einiges an Geschick aufbringen müssen, um die interne Stimmung auf einem guten Niveau zu halten und die zahlreichen weitgehend chancenlosen Profis so mitzunehmen, dass der Leistungsgedanke der gesamten Gruppe nicht leidet.

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