Union Berlin: Klares Bekenntnis gegen Diskriminierung

Klub nimmt Stellung zu Vorfall gegen Ingolstadt

Dirk Zingler.

Klare Worte gibt’s von Union-Präsident Dirk Zingler. ©Imago/Contrast

Die Freude über den 2:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt am Freitag hielt bei Union Berlin nicht lange an. Kurz nach Spielschluss machte Ingolstadt auf den tweet eines Union-Fans aufmerksam, der sich nach dem Platzverweis gegen Almog Cohen antisemitisch über den FCI-Spieler äußerte.

Eine Reaktion Unions ließ nicht lange auf sich warten: Die Köpenicker schalteten noch am Freitag Abend die Polizei ein und erstatteten Anzeige, die Ermittlungen des Staatsschutz laufen bereits.

Wir müssen den Kampf gegen die Verrohung unserer Gesellschaft entschlossen aufnehmen. (Union-Präsident Dirk Zingler)

„Ich schäme mich für solche Unioner. Wir werden alles daransetzen, sie zu isolieren und strafrechtlich verfolgen zu lassen. Union steht für humanistische und demokratische Werte. Wer diese nicht teilt, hat in unserem Verein und in unserem Stadion nichts verloren“, erklärt Union-Präsident Dirk Zingler in einer Pressemitteilung, die der Klub am Samstag verschickte.

Auch auf rassistische Übergriffe an der Alten Försterei, die aber nur selten beim Ordnungsdienst gemeldet und zur Anzeige gebracht werden, geht die Mitteilung ein. „Wir müssen den Kampf gegen die Verrohung unserer Gesellschaft entschlossen aufnehmen und ihn konsequent führen, auch in unseren Reihen“, bittet Zingler die Fans um Unterstützung.

Auch der DFB äußerte sich bereits in Person von Vizepräsident Rainer Koch: „Diesen widerlichen, antisemitischen Tweet verurteilen wir in aller Schärfe und fordern, dass dem konsequent nachgegangen wird.“ Außerdem kündigte der Verband an, dass sein Kontrollausschuss Ermittlungen aufnehmen wird.

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