VfB Stuttgart: Aussichtsreiche Bemühungen um Pascal Stenzel

Ausgeliehener Rechtsverteidiger kann sich Verbleib vorstellen

Pascal Stenzel

Vom SC Freiburg bislang nur ausgeliehen: Pascal Stenzel. © imago images / Eibner

Aufgrund der nach wie vor vorhandenen Ungewissheit, ob und wenn ja, wann die Saison zu Ende gespielt werden kann, sind den Verantwortlichen des VfB Stuttgart in Sachen Kaderplanung derzeit recht enge Grenzen gesetzt.

Dass Sportdirektor Sven Mislintat erst vor wenigen Wochen dem vorhandenen Kader das Vertrauen aussprach und zugleich eine Transferperiode ohne viele Neuzugänge zumindest andeutete, steht sicherlich in engem Zusammenhang mit der nicht vorhandenen Planungssicherheit in wirtschaftlicher Hinsicht, die neben der Corona-Problematik auch auf der ungeklärten Klassenzugehörigkeit beruht.

Das Interesse am österreichischen Junioren-Nationalspieler Matthias Braunöder (Austria Wien) freilich zeigt auch, dass man hinter den Kulissen sehr wohl Ausschau nach potentiellen Verstärkungen hält. Gleichzeitig werden aber auch Lösungen gesucht, um nach dem bereits fest verpflichteten Wataru Endo mit Gregor Kobel (TSG 1899 Hoffenheim), Nathaniel Philipps (FC Liverpool) und Pascal Stenzel (SC Freiburg) auch die drei übrigen, zu Stammkräften avancierten Leihspieler längerfristig zu binden.

Stenzel würde auch in der 2. Liga bleiben

Im Falle von Rechtsverteidiger Stenzel, der an 24 der ersten 25 Spieltage in der Startelf stand und teilweise auch in einer Dreierkette als Innenverteidiger gefragt war, sind sich laut „Kicker“ (Ausgabe 36/2020 vom 27.04.2020) zumindest zwei der drei beteiligten Parteien einig. Während der VfB den 24-Jährigen gerne halten würde, soll Stenzel zum Verbleib bereit sein, gegebenenfalls sogar dann, wenn der Aufstieg nicht gelingen sollte.

Noch auf einen gemeinsamen Nenner müssen aber die beiden Vereine kommen, die vor der Corona-Krise ein gutes Stück auseinanderlagen. In Freiburg muss man sich dabei inzwischen wohl von der Vorstellung verabschieden, für den nur noch bis 2021 unter Vertrag stehenden Stenzel drei Millionen Euro oder mehr erlösen zu können. Und ob der VfB weiterhin eine Ablöse von zwei Millionen Euro bieten kann, bleibt auch abzuwarten.