VfB Stuttgart: DFB-Sportgericht lehnt Einspruch ab

1:2-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden hat Bestand

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 08.06.2020 | 16:14
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hatte seinem Ärger über die 1:2-Niederlage bereits kurz nach Abpfiff Luft gemacht. ©imago images/Sportfoto Rudel

Mit einer Niederlage hatte sich der VfB Stuttgart Mitte Mai aus der Saisonunterbrechung zurückgemeldet. Gegen das 1:2 bei Wehen Wiesbaden hatten die Schwaben im Anschluss Einspruch eingelehnt, Sportdirektor Sven Mislintat hatte die Elfmeterentscheidung, die zum Siegtreffer der Gastgeber in der siebten Minute der Nachspielzeit führte, als „Skandal“ bezeichnet.

Das DFB-Sportgericht lehnte den Einspruch nun jedoch ab, die 1:2-Niederlage wird somit gewertet und Stuttgart bleibt mit 52 Punkten – wohlgemerkt vor der Montagspartie von Verfolger Hamburg – Tabellenzweiter.

Lange Entscheidungsfindung in Wiesbaden

„Wir sind enttäuscht über die Entscheidung des Sportgerichts, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass die Elfmeterentscheidung und damit das Endergebnis des Spiels durch einen klaren Regelverstoß zustande gekommen ist. Wir warten nun die schriftliche Urteilsbegründung ab und behalten uns vor, gegen das Urteil in Berufung zu gehen“, so Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger auf der Homepage des Klubs.

Vorausgegangen war dem Stuttgarter Ärger ein Handspiel von Hamadi Al Ghaddioui im eigenen Strafraum. Der Unparteiische Sascha Stegemann hatte die Partie weiterlaufen lassen, erst rund eineinhalb Minuten später nach Intervention des VAR entschied er doch auf Strafstoß, welchen Philip Tietz zum Siegtreffer genutzt hatte.

„Der Schiedsrichter hat ein strafbares Handspiel wahrgenommen und Elfmeter verhängt. Das war eine unanfechtbare Tatsachenentscheidung. Auf den Ablauf und die Qualität des Dialoges zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent kommt es nicht an. Der Video-Assistent ist für den Schiedsrichter ein zusätzliches Hilfsmittel bei der Vorbereitung seiner Entscheidung“, erklärte Hans Lorenz, Vorsitzender des Sportsgerichts, dessen Entscheidung.

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